Flachdach der Wasserwelt wird verbessert

Eine Überprüfung nach dem Starkregen am 10. Juni hatte die Maßnahme nötig gemacht.

Wülfrath. Handwerker haben jetzt die Notentwässerung am Anbau des Hallenbades in Wülfrath ertüchtigt. Darüber informiert Martin Groppe, Leiter von Hochbauamt und Gebäudemanagement der Stadt. Die Maßnahme sei nötig geworden, weil mit den Starkregenereignissen auch die Regenmengen zunehmen, die vom Gebäude der Wasserwelt abfließen müssen. Zugleich hätten sich aber auch die Maßgaben für die technische Ausführung von Entwässerungsanlagen verändert.

Das Hochbauamt hatte nach dem Starkregen vom 10. Juni damit begonnen, die städtischen Gebäude mit Flachdächern zu überprüfen. Dabei war aufgefallen, dass die Notentwässerung des Hallenbad-Daches bei einem weiteren extremen Wetterereignis an seine Kapazitätsgrenzen gelangen könnte.

Seit dem Bau des Eltern-Kind-Bereiches habe der Gesetzgeber zudem die Regeln für die Entwässerung von Gebäuden verändert und neue Standards gesetzt. Die Stadt hat daher Fachfirmen beauftragt, die Abflüsse am Gebäude zu modernisieren. Die Arbeiten liefen in den Sommerferien, damit der laufende Betrieb nicht beeinträchtigt wird.

Das Gebäude der Wülfrather Wasserwelt hat eine leichte Flachdachkonstruktion in Verbindung mit einer umlaufenden „Attika-Aufkantung“. Reicht eine Außenwand über den Dachrand hinaus, so wird diese Erhöhung als „Attika“ bezeichnet. „Hier müssen Durchdringungen in dieser Aufkantung geschaffen werden“, erläutert Groppe. Denn durch die Erhöhung kann sonst das Regenwasser, insbesondere wenn es bei Starkregen in großen Mengen auftritt, nicht richtig abfließen.

Die Notentwässerung wurde nun auf Grundlage aktueller Wetterstatistiken neu dimensioniert. Sie muss so beschaffen sein, „dass die durch den Statiker ausgewiesene maximal mögliche Anstauhöhe des Wassers auf dem Dach nicht überschritten wird“, berichtet Groppe.

Darüber hinaus waren Arbeiten an der verglasten Fassade notwendig, um die Speier der Notentwässerung in die Fassadenverkleidung einzubauen. Speier sind Überläufe, aus denen das Wasser abgeleitet wird. Das Hochbauamt der Stadt Wülfrath untersucht nun, ob die Anpassung weiterer Dächer städtischer Gebäude notwendig ist.