1. NRW
  2. Kreis Mettmann
  3. Velbert, Neviges und Wülfrath

Feuer in Aluminiumgießerei: Lüftungsanlage gerät nachts in Brand

Feuer in Aluminiumgießerei: Lüftungsanlage gerät nachts in Brand

Feuer in Aluminiumgießerei Kampmann richtet mehrere 10 000 Euro Schaden an.

Neviges. Dichte Rauchwolken sind am späten Mittwochabend aus den Betriebsräumen der Gießerei Kampmann an der Donnenberger Straße gedrungen.

„Durch das Zusammenwirken unglücklicher Umstände“, so die Einschätzung der Polizei von Donnerstag, war in einem Bereich des Unternehmens ein Feuer ausgebrochen.

Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Höhe des Sachschadens wird mit mehreren 10 000 Euro beziffert.

Kurz nach 22 Uhr hatten Anwohner die Wehr alarmiert. Die berufliche Wache rückte aus, ebenso drei Löschzüge aus der Wache Neviges. Im Untergeschoss der Aluminiumgießerei stellte die Wehr starke Rauchentwicklung fest. Aus einer Lüftungsanlage schlugen erste Flammen ins Freie, die die Feuerwehrleute mit Pulverlöschern bekämpfte.

Im Gebäude war wegen des dichten Rauchs zunächst kein Brandherd erkennbar. Schließlich entdeckte der erste Trupp mittels Wärmebildkamera eine brennende Palette in der Nähe eines Schlackebehälters — ein Feuer, das schnell gelöscht werden konnte.

Um den Brand in der Belüftungsanlage zu löschen, musste diese erst mit einem Trennschleifer geöffnet werden. Nach rund zweieinhalb Stunden beendet die Wehr ihren Einsatz gegen 0.35 Uhr. Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs hielt sich niemand in der Gießerei auf. Die Polizei beschlagnahmte den Brandort und nahm Ermittlungen auf.

„Es ist nur ein kleiner Bereich des Betriebs betroffen“, sagte am Donnerstagmorgen Kerstin Imber-Kampmann. In allen anderen Abschnitten konnte demnach normal gearbeitet werden.

Betroffen von dem Brand ist auch das benachbarte Gebäude der EDB — Bildungsgesellschaft für erfolgreiche Berufe, wie deren Geschäftsführer Harald Mroszewski bestätigte. „Kantine und Küche sind nicht zu nutzen, weil doch Rauch eingezogen ist.“ Wann diese Räume wieder genutzt werden können, steht nicht fest. Mroszewski: „Die finanziellen Auswirkungen können wir noch nicht einschätzen.“