Wülfrath Endlich wieder „Schulalltag“

Wülfrath · . In der vergangenen Woche durften die Viertklässler zurück an ihre Grundschule. Seit dieser Woche ist der Unterricht in Kleingruppen wieder für alle Grundschüler möglich. „Der erste Tag war toll, die Kinder haben sich wahnsinnig gefreut, wieder zur Schule zu dürfen“, erinnert sich Undine Solbach, Schulleiterin der Grundschule Ellenbeek.

 Viele Grundschüler freuen sich auf ihre Rückkehr nach einer fast achtwöchigen Zwangspause. 

Viele Grundschüler freuen sich auf ihre Rückkehr nach einer fast achtwöchigen Zwangspause. 

Foto: dpa/Sven Hoppe

Drei von insgesamt 17 Lehrer aus dem Kollegium zählen zur sogenannten Risikogruppe. Ansonsten ist das Team komplett. „Auch für uns war es ein schöner Moment, wieder in die freudestrahlenden Gesichter zu sehen“, so Undine Solbach.

Die Lerngruppen für den Unterricht umfassen zehn Kinder

Mit Beginn dieser Woche wird es noch mehr strahlende Gesichter geben. Die Schüler wurden für den Unterricht in kleine Lerngruppen von rund zehn Kinder eingeteilt. Regulär ist die Grundschule Ellenbeek zweizügig, hat im Regelbetrieb also acht Klassen zu betreuen. Aktuell kommen die Klassen täglich nach Jahrgängen gestaffelt. „Am Montag hatten wir die dritten Klassen da. Dienstags die zweiten Klassen. So rotiert das Prinzip bis zu den Sommerferien“, erläutert die Schulleiterin. Eine Maskenpflicht gilt an der Schule übrigens nicht. „Wir haben aber darum gebeten, dass die Kinder eine Maske tragen, wenn sie sich im Schulgebäude bewegen. Und das funktioniert sehr gut. Generell verhalten sich die Kinder vorbildlich und rücksichtsvoll.“

Diese Resonanz kann Christina Schütte, Schulleiterin der Parkschule, nur bestätigen. „Es ist sehr schön, den Geist der Schule wieder zu spüren. Die Kinder geben sich allesamt große Mühe, die Regeln einzuhalten.“ Mit einem kleinen Informationsfilm über den „neuen“ Schulalltag wurden die Kinder sowie die Elternschaft im Vorfeld informiert. „Das hat viele Fragen beantwortet und auch Ängste genommen.“ Eigentlich wird an der Parkschule in gemischten Jahrgangsklassen unterrichtet. Das kann im Moment allerdings nicht geleistet werden. „Die Kinder tauschen sich in Videokonferenzen miteinander aus, in der Schule wird allerdings nach Jahrgängen in kleinen Lerngruppen unterrichtet“, erklärt Christina Schütte das Konzept, das ebenfalls bis zu den Sommerferien greifen soll. „Das gibt den Eltern Planungssicherheit.“

Von insgesamt 17 Kolleginnen gehört lediglich eine Lehrerin zur Risikogruppe. Ansonsten ist das Team um Schulleiterin Christina Schütte vollständig. „Ich habe die Schüler bereits am Eingangstor begrüßt, um alle Kinder einmal persönlich wiederzusehen“, berichtet die Schulleiterin, der es ebenso wie den Kollegen schwerfällt, nach einer solch langen Trennung die Kinder zur Begrüßung nicht in den Arm zu nehmen. „Unterricht findet derzeit auf Distanz statt. Auch Gruppen- oder Partnerarbeiten sind vorerst nicht gestattet.“ Dafür wird an der Parkschule der Schwerpunkt nicht nur auf die Hauptfächer gelegt. „Wir bieten auch Bewegungs- und Kreativangebote an. In der Schule setzen wir Impulse, die zuhause fortgeführt werden sollen.“

Ein großes Fragezeichen steht noch hinter der Frage, wie die Abschlussfeiern für die Schüler der vierten Klassen umgesetzt werden sollen. „Darüber haben wir natürlich schon nachgedacht, immerhin beenden die Schüler dann einen wichtigen Lebensabschnitt“, stellt ­Undine Solbach fest. Bereits Pläne zu schmieden, wäre hingegen zu früh. „Es ändern sich regelmäßig die Verordnungen, und ein fertiges Konzept müssten wir ­sicher wieder über Bord werfen. Also warten wir erst einmal ab“, ergänzt Christina Schütte.

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