Wülfrath : Einigung bei Knorr-Bremse

Einigungsstellenverfahren führt zu Abfindungspaket.

. Die Geschäftsführung und die Arbeitnehmervertreter der Knorr-Bremse Steering Systems GmbH haben in Bezug auf die geplante Schließung des Standortes Wülfrath im Rahmen eines Einigungsstellenverfahrens eine Einigung erzielt. Das hat Konzernsprecherin Alexandra Bufe gestern mitgeteilt. Neben einem Abfindungspaket und weiteren Sonderleistungen würde zum 1. Januar 2020 für die ausscheidenden Mitarbeiter eine Transfergesellschaft gegründet. Diese Transfergesellschaft soll den rund 180 betroffenen Mitarbeitern den Übergang in neue Beschäftigungsverhältnisse erleichtern. Das in den vergangenen Jahren in Wülfrath aufgebaute Know-how insbesondere im Entwicklungs- und Projektmanagement für Nutzfahrzeuglenkungen werden in einem Engineering Center mit 50 Mitarbeitern fortgeführt.

„Betriebsrat hat das Bestmögliche für die Mitarbeiter herausgeholt“

„Dieses Paket ist ein guter Kompromiss, der zwischen allen Beteiligten in intensiven Diskussionen erarbeitet wurde. Mit der gefundenen Lösung werden wir sowohl unserer sozialen Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern gerecht, als auch der notwendigen Neuausrichtung unseres Lenkungsgeschäftes“, sagt Rainer Hartmann, Geschäftsführer der Knorr-Bremse Steering Systems GmbH.

Ahmet Yildiz, Betriebsratsvorsitzender der Knorr-Bremse Steering Systems GmbH, ergänzt: „Wir haben hart miteinander gerungen und das Bestmögliche für unsere Kollegen erstritten. Es bleibt aber ein harter Schnitt, wenn Arbeitsplätze verloren gehen.“

Der Vorstand der Knorr-Bremse AG hatte am 22. Mai dieses Jahres beschlossen, die Produktion von Lenksystemen der Knorr-Bremse Steering Systems GmbH am Standort Wülfrath im Jahr 2020 einzustellen (Die WZ berichtete). Grund sei vor allem ein früher als angenommen ausgelaufener Großauftrag für Pkw-Lenksysteme. Das Unternehmen verfolge weiterhin konsequent das strategische Ziel, sich als weltweit führender Lieferant für Nutzfahrzeug-Lenksysteme zu etablieren und den Kunden innovative Systemlösungen anzubieten. AR