Velbert/Düsseldorf Neue Untersuchungsmethoden führen Polizei nach 16 Jahren zum Mordverdächtigen

Velbert/Düsseldorf · Mutmaßlicher, vorbestrafter Täter im Velberter Stewardess-Fall wurde im hessischen Wetterau-Kreis festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft.

 Im Düsseldorfer Polizeipräsidium informierten der Pressesprecher André Hartwich (v. l.), Kriminaldirektor Colin Nierenz, Erster Kriminalhauptkommissar Guido Adler und die Wuppertaler Staatsanwältin Janina Bachtenkirch über die neuen Erkenntnisse zum Mord an Claudia Knapp im Februar 2007.

Im Düsseldorfer Polizeipräsidium informierten der Pressesprecher André Hartwich (v. l.), Kriminaldirektor Colin Nierenz, Erster Kriminalhauptkommissar Guido Adler und die Wuppertaler Staatsanwältin Janina Bachtenkirch über die neuen Erkenntnisse zum Mord an Claudia Knapp im Februar 2007.

Foto: Ulrich Bangert

Über 16 Jahre blieb der Mord an der Velberter Stewardess Claudia Knapp unaufgeklärt, dann ging es plötzlich ziemlich schnell: Im Juli gab es im Rahmen der objektiven Fallanalyse einen Treffer im Datenbanksystem, am vergangenen Mittwoch wurde ein mutmaßlicher Täter festgenommen. „Wir als Polizei fühlen uns den Angehörigen gegenüber verpflichtet. Das ist ein Paradebeispiel dafür, dass wir auch nach Jahren nicht locker lassen“, so Colin Nierenz. Der Kriminaldirektor beim Düsseldorfer Polizeipräsidium, zuständig für Mord im Kreis Mettmann, hatte die „Cold Cases“ („Kalten Fälle“) beim Landeskriminalamt geleitet, das alle ungeklärten Tötungsdelikte in Nordrhein-Westfalen neu analysierte. Im Mai versprach er: „Es werden noch oft Handschellen klicken.“ Dieses Versprechen konnte er am Montag zusammen mit der Staatanwaltschaft Wuppertal und der Polizei Düsseldorf im Mordfall Claudia Knapp einlösen.