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Velbert: Düsseldorferin rast mit 1,8 Promille durch Velbert - Sohn (6) sitzt mit im Auto

Velbert : Düsseldorferin rast mit 1,8 Promille durch Velbert - Sohn (6) sitzt mit im Auto

Die Polizei beschlagnahmte den Führerschein der Raserin. Sie legte inzwischen dagegen Widerspruch ein.

Velbert. Da staunten Polizisten nicht schlecht, als sie am späten Donnerstagabend eine rasante Trunkenheitsfahrt in Velbert beendeten. Die Düsseldorfer Fahrerin transportierte bei ihrer gefährlichen Tour ihren sechsjährigen Sohn mit sich. Ein aufmerksamer Zeuge hatte die Beamten bei ihrer Arbeit unterstützt.

Wie die Polizei berichtete, hatte am Donnerstagabend gegen 21.45 Uhr ein Verkehrsteilnehmer angerufen und gemeldet, dass ein gelber Ford Fiesta mit Düsseldorfer Kennzeichen auf der Autobahn 535 in Richtung Velbert unterwegs sei und genau mittig auf beiden Fahrspuren und in deutlichen Schlangenlinien fahre. An der Anschlussstelle Wülfrath / Neviges verließ der Pkw die Autobahn und fuhr weiter über die Asbrucher Straße und den Dillenberger Weg ins Stadtgebiet von Velbert-Neviges. Nach wie vor fuhr das Auto sehr schnell (laut Zeuge über 100 km/h) und unsicher zugleich. Der Zeuge verfolgte die gefährliche Fahrt des Fords und gab der Polizei aktuelle Standortmeldungen durch.

Die Polizei stoppte den Wagen schließlich auf der Siebeneicker Straße. Bei einer Kontrolle bestätigte sich der Verdacht, dass die 40-jährige Fahrerin deutlich unter Alkoholeinfluss stand. Ein Atemalkoholtest der Düsseldorferin ergab einen Wert von etwa 1,8 Promille (0,9 mg/l). Außerdem stellten die Beamten fest, dass auf dem Rücksitz ihr sechsjähriger Sohn saß.

Folge: Die Polizei leitete ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs ein, ordnete eine Blutprobe an. Sie beschlagnahmte den Führerschein der Frau, da dise gegen die Sicherstellung Widerspruch einlegte. Weiter wurde ihr jedes weitere Führen führerscheinpflichtiger Fahrzeuge untersagt, bevor sie gegen 23.30 Uhr aus polizeilichem Gewahrsam entlassen wurde. Schließlich fertigten die Beamten noch einen Bericht an das Jugendamt an.