Düssel-Kalender : Düssel-Kalender ist schon ein Hit

Die 13 Motive aus dem Dorf sind begehrt. Schon nach drei Tagen waren gut 50 verkauft.

. Der Wahl-Düsseler Hobby-Fotograf Willi Bolthausen hat nach einem Jahr Pause wieder einen Düssel-Kalender herausgegeben. „Kalender 2019 mit Fotos aus Düssel und Umgebung“ lautet der Titel. Mitherausgeber ist Jakob Neeff, Pächter des Café Pützer. Dort sind die Kalender zum Preis von zwölf Euro erhältlich, mittwochs, donnerstags und sonntags zwischen 11 und 19 Uhr, freitags und samstags von 12 bis 22 Uhr. Der komplette Erlös geht an die „MaxiKids“, die Jugendgruppe der katholischen Kirchengemeinde St. Maximin. „Wir wollen nichts dabei verdienen“, versichert der Hobby-Fotograf, das gelte auch für Jakob Neeff. „Wir haben an den ersten drei Verkaufstagen mehr als 50 Kalender verkauft“, sagt Willi Bolthausen zufrieden. Gestartet ist er mit einer 100er-Auflage.

Von den 13 Motiven ist die Furt, das April-Foto, sein Lieblingsmotiv. „Für diese Aufnahme habe ich mich extra ins Wasser gestellt“, erinnert sich der Hobby-Fotograf. Die Lichtverhältnisse seien dort sehr schwierig, deswegen habe er eine HDR-Aufnahme gemacht, die einzige in diesem Kalender. „Dieses Foto hängt bei mir zu Hause an der Wand, im Format 90 mal 60 Zentimeter“, sagt der 69-Jährige. Einem Nachbarn war dieses Foto ebenfalls aufgefallen. „Er hat es bei sich noch größer aufgehängt.“ Zu Freude des Nachbarn musste der für das Motiv nichts bezahlen. Auch das Deckblatt, das einen Blick über beide Kirchen Richtung Wuppertal gewährt, ist sehr gut gelungen. Man kann im Hintergrund die Hochhäuser der Schwebebahnstadt erkennen. „So scharf ist das Foto geworden“, freut sich Willi Bolthausen.

Zugefrorener Apprather Teich schmückt den Dezember

Bei seiner Motiv-Auswahl hat er darauf geachtet, dass es neben bekannten auch unbekannte Örtlichkeiten in den Kalender schaffen. Besonders idyllisch ist das September-Foto. Zu sehen ist ein Teich, an dem ein Bötchen angelandet ist, ein Haus und drumherum reichlich sattgrüne Laubbäume. Willi Bolthausen hatte dieses Motiv zuvor bei Facebook veröffentlicht – und prompt vielfach die Frage bekommen, wo er das Foto geschossen hat. Dieser Teich liegt – hinter der Furt – in der Nähe des Voisberger Weges. Auffällig ist auch das Dezember-Motiv, das den zugefrorenen Aprather Teich zeigt. „Ich wohne seit zehn Jahren in Düssel und habe noch nie gesehen, dass der Teich zugefroren war“, sagt Willi Bolthausen. Damit es für den Betrachter nicht zu einfach ist, sich gleich zurechtzufinden, wo man ist, hat der Hobby-Fotograf die Szene von der Mühle aus abgelichtet. Diese fehlt absichtlich.

Das einzige Schwarz-Weiß-Foto ist im November zu finden. Es zeigt das Fachwerkgebäude der Gärtnerei Hoffmann „und passt so zum November“, wie Willi Bolthausen mit einem Schmunzeln bemerkt. Die Sommermonate Juli und August hat er den nunmehr zwei Linden mit dem Passionskreuz gewidmet. Das erste Foto ist oben auf dem Hügel aufgenommen und zeigt das abgeerntete Feld, über dem Schäfchenwolken schweben. Das zweite Motiv ist links vom Friedhof aus aufgenommen und ist auch Zeugnis bäuerlicher Arbeit in dieser Gegend. Links steht ein Traktorenanhänger. Der Weg zu den Linden scheint bei dieser Aufnahme unendlich weit.

Beim Blick auf den Düssel-Kalender ist es schon erstaunlich, dass Willi Bolthausen erst im Jahr 2012 mit dem Fotografieren begonnen hat. „Ich hatte vorher nie einen Fotoapperat in der Hand“, versichert er. Willi Bolthausen ist ausgebildeter Kfz-Mechaniker und hat 40 Jahre lang in den verschiedensten Abteilungen bei – damals noch Rheinkalk – gearbeitet. „Als ich in die Rente ging, hat mir ein Bekannter gesagt, dass ich ein Hobby brauche“, erklärt Willi Bolthausen. Dass es so gut damit klappt, hat er sich selbst nicht vorstellen können. „Ich habe sogar schon Workshops für den Bürgerverein Düssel gegeben“, sagt der Hobby-Fotograf mit dem Blick für Landschaften.