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Neviges/Dülmen: Dülmener Wallfahrer pilgern im Jahr 2020 virtuell zu Maria

Neviges/Dülmen : Dülmener Wallfahrer pilgern im Jahr 2020 virtuell zu Maria

Die Gläubigen aus Dülmen pilgern jedes Jahr aus dem Münsterland nach Neviges. Sogar das Kriegsende vor 75 Jahren, als Deutschland in Trümmern lag, konnte eine kleine Gruppe Unentwegter nicht davon abhalten, am Gnadenbild in Hardenberg zu beten.

Nun hat es ein kleines, fast unsichtbares Virus geschafft, die seit 1681 gelebte Tradition zu unterbrechen.

„Durch die Corona-Epidemie können wir eine Durchführung der Wallfahrt in der traditionellen Form der Fußwallfahrt in diesem Jahr nicht verantworten“, teilen Erik Potthoff und Christian Marx von der Hardenbergbruderschaft in Dülmen mit. „Aus Gründen der Ansteckungsvermeidung sind wir gehalten, Abstand zu halten, Zusammenkünfte und Ansammlungen zu vermeiden. Das bedeutet nicht das Ende der religiösen Praxis. Beten fällt nicht aus – Maria fällt nicht aus.“

Anstelle der traditionellen körperlichen Wallfahrt nach Neviges bietet die Bruderschaft den Dülmener Wallfahrern Alternativen an. Jeder Gläubige könne seine persönlichen Anliegen in der Kirche Sankt Viktor an der Kopie des Gnadenbildes in schriftlicher Form hinterlassen. „Wir sichern zu, dass alle Anliegen, in Form von Zetteln oder als Eintragungen, in einem Fürbittbuch gesammelt werden und diese – in welcher dann auch immer zulässigen Weise – bei der Gottesmutter in Neviges ankommen. Gleichzeitig legen wir zur Unterstützung einer inneren Wallfahrt zum Gnadenbild schriftliche Impulse aus. Darüber hinaus gibt es im Internet ein Angebot zum Vorbringen und Hinterlassen von persönlichen Anliegen in Form eines elektronischen Fürbittbuches. Weitere elektronische Angebote sind in der Vorbereitung und dienen der Anregung zur Bildung einer virtuellen Weggemeinschaft mit und zu Maria nach Neviges.“

Im nächsten Jahr will man auf jeden Fall wieder nach Neviges pilgern, auf der Homepage der Bruderschaft werden die Tage bereits gezählt.

www.hardenbergwallfahrt.de