Wülfrath : Die Zukunft des HWM ist ungewiss

Gut besuchte Wochenenden, größtenteils regenfreie Tage, umfangreiches Musikprogramm, glückliche Standbetreiber und zufriedene Gäste: Das war der 44. Herzog-Wilhelm-Markt.

. Der 44. Herzog-
Wilhelm-Markt (HWM) ist Geschichte. Vorbei die vorweihnachtliche Atmosphäre auf dem Marktplatz entlang der Stadtkirche. Zeit für Organisatoren, Standbetreiber, aber auch Gäste, den diesjährigen Markt nochmals Revue passieren zu lassen. „Das erste Wochenende war super“, verrät Sarah Lackner. Gemeinsam mit Norbert Wirtz fand man die Wülfratherin in der „Engel und Bengel“-Bude. „Schade war der letzte Freitag. Der Regen hat uns Nerven gekostet und die Besucher blieben weg.“ Trotzdem kann das Team eine positive Bilanz ziehen. „Wir kommen wieder“, ist sich Norbert Wirtz sicher, der seit 2013 eine feste Größe auf dem HWM ist. „Heiß begehrt ist jährlich unser Whiskeypunsch“, verrät der Unternehmer und bekommt Zuspruch von treuen Stamm­kunden.

Nur ein paar Buden weiter steht Sophie Weber mit ihren Teamkolleginnen des TC Ford Wülfrath im Stand des Stadtsportbundes. „Wir sind zufrieden“, fasst sie ihr Resümee zusammen. Gemeinsam mit weiteren Sportvereinen hat der Tennisverein die Budenzeiten betreut. „Die Mischung macht für uns den Markt so besonders. Zunächst schätzen wir die Geselligkeit und können gleichzeitig unsere Vereinskasse
aufbessern.“

Marina Süther ist aus Wuppertal angereist und zelebriert gemeinsam mit ihrer Wülfrather Freundin Susanne Oberstraß den letzten Abend auf dem Marktplatz. „Diese Fachwerkhäuser strahlen eine ganz besondere Atmosphäre aus“, ist sich Marina Süther sicher und gelobt gleichzeitig im kommenden Jahr wiederzukommen. Für Susanne Oberstraß ist der Besuch auf dem heimischen Weihnachtsmarkt natürlich ein Pflichtprogramm. „Hier trifft sich Wülfrath. Es ist gemütlich und familiär“, ist sie sich sicher.

Die Buden-Betreiber ziehen trotz des Regens eine positive Bilanz

Für Fabian Schulz und Jan-
David Bentz von der Bude „FabiJan’s Wunschpunsch“ schließt der Markt ebenfalls erfolgreich ab. „Der Mittwoch war der stärkste Wochentag. Ansonsten waren die Wochenenden, bis auf den regnerischen Freitag, ebenfalls sehr gut besucht“, so das Unternehmerduo. Seit vier Jahren prägen sie den HWM mit, verkaufen individuell klingende Punschsorten wie „Glühbirne, Johannesfeuer oder Apfelstrudelpunsch“. „Und natürlich sind wir auch im nächsten Jahr wieder dabei“, verraten die Herren.

Doch wird es ein nächstes Mal geben? Auf diese Frage hat Hans-Peter Altmann noch keine Antwort. Fest steht jedoch, für den Vorsitzenden des Fördervereins Herzog-Wilhelm-Markt war es die letzte vorweihnachtliche Veranstaltung. „Jetzt sind andere dran“, verrät der Organisator, der den Markt die letzten 14 Jahre federführend betreute.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge schließt er den für ihn letzten HWM. „Noch ist aber nicht Schluss, es müssen noch Rechnungen bezahlt und Spenden überreicht werden“, verrät Altmann seine letzten Amtshandlungen. Abschließend kann er jedoch sagen, dass es mal wieder ein friedlicher und erfolgreicher Herzog-Wilhelm-Markt war.

„Es gab unterschiedliche Meinungen zum Musikprogramm, aber wir müssen ja auch viele Geschmäcker treffen“, ist sich der Vorsitzende sicher. „Ansonsten sind wir
zufrieden.“