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Wülfrath: Die Wülfrather Wasserdisco erzielt einen Besucherrekord

Wülfrath : Die Wülfrather Wasserdisco erzielt einen Besucherrekord

Dröhnende Lautsprecherboxen, Nebelmaschine, bunte Lichter und Lasereffekte. Was sich nach Party in einer Großraumdisco anhört, fanden Besucher am Sonntag in der Wasserwelt vor.

Eingeladen zu dieser Disco der nassen Art hatte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), die zum Ende der Ferien nochmals ein ganz besonderes Angebot für Kinder und Jugendliche schaffen wollte. „Neu ist das Konzept nicht“, verriet Schwimmmeister Heiko Dietrich. „Wir veranstalten die Disco im Schwimmbad zum bereits vierten Mal.“

Der Zulauf hingegen erreichte ein Rekordhoch. Mehr als 300 Gäste folgten der Einladung zu dem außergewöhnlichen Event und brachten die Schwimmhalle an die Grenzen ihrer Kapazität. „Viel mehr Besucher hätten es nicht werden dürfen“, erklärte Dietrich. Bereits um kurz nach 18 Uhr – der offiziellen Einlasszeit – reichte die Warteschlange bis auf den Platz vor der Wasserwelt. „In den vergangenen Jahren haben wir stets zwischen 150 und 180 Besucher gezählt“, erinnerte sich Heiko Dietrich, der neben seiner hauptamtlichen Tätigkeit die Leiterausbildung bei der DRLG übernimmt. Und so füllte sich das Bad zusehens.

Primär lockte die Disco im 30 Grad warmen Wasser Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 15 Jahren an. „Für die älteren Jugendlichen dürfte diese Art der Disco schon fast wieder uninteressant sein“, mutmaßte André Kämmerling. Der Zweite Vorsitzende der DLRG-Ortsgruppe Wülfrath freute sich jedoch, dass auch etliche Erwachsene den Weg in die Wasserwelt gefunden hatten. „Ein wirkliches Disco-Angebot haben wir in Wülfrath schließlich nicht“, stellte Kämmerling fest.

Besucherin war für das besondere Angebot im Schwimmbad dankbar

Susanne Hahn erfuhr von Bekannten von der bunten Musik- und Lichterparty in der Wasserwelt. „Gemeinsam mit meinem achtjährigen Sohn bin ich zum ersten Mal hier und möchte mich bei der DLRG herzlich für dieses tolle Angebot bedanken“, sagte die Wülfratherin. „Es ist einfach großartig, außerhalb der normalen Öffnungszeiten für Kinder und Jugendliche eine solche Party auf die Beine zu stellen. Wir kommen gerne auch die nächsten Male wieder.“

Mehrmals im Jahr möchte die DLRG diese Disco jedoch nicht anbieten. Zu aufwändig ist die Organisation, zu groß der Kostenapparat. „Wir sind mit 14 Betreuern anwesend. So etwas können wir nicht regelmäßig stemmen. Zudem soll die Disco etwas Besonders bleiben und sich nicht zu schnell abnutzen“, ergänzte Kämmerling.

Für passende Sound- und Lichteffekte sorgt seit drei Jahren DJ Max aus Wuppertal. Der 21-Jährige zählt die Disco im Schwimmband zu seinen persönlichen Jahreshöhepunkten. „Schon der Aufbau des Equipments ist wirklich spannend. Man kann nicht alle Tage ein Schwimmbad beschallen.“ Auch die Sicht aus der Schwimmleiterkabine in die Schwimmhalle ist für den Discjockey, der tatkräftige Unterstützung von seinem Freund Paul (18) erhielt, ein echtes Highlight. „Ich lege häufig bei Abibällen oder Hochzeiten auf. Dort sehe ich den Leuten auf der Tanzfläche an, welche Musik gut ankommt. Hier ist das anders. Ich spiele nach Gefühl.“

Und so durften sich die Badediscobesucher größtenteils über Musik aus den aktuellen Charts freuen. „Natürlich komme ich auch gerne Musikwünschen nach. Hoch im Kurs bei den Kids: deutscher Hip Hop.“