Wülfrath: Die Stadtwerke verpachten erste Photovoltaikanlage

Wülfrath : Die Stadtwerke verpachten erste Photovoltaikanlage

Der Wülfrather Hanspeter Loewen hat sich für das Pachtmodell entschieden und zeigt sich mit dem Ergebnis zufrieden.

. Sonnenstrom auf dem eigenen Dach erzeugen – dafür interessieren sich laut einer Forsa-Umfrage fast die Hälfte der Eigenheimbesitzer in Deutschland. „Hohe Investitionskosten und Wartungsarbeiten schrecken bislang interessierte Eigentümer oft ab“, sagt Arne Dorando, Geschäftsführer der Stadtwerke Wülfrath. „Genau dort setzen die Stadtwerke an und bieten Photovoltaikanlagen zur Pacht an.“

Der Hausbesitzer ist Betreiber und Nutzer der Anlage

Der Wülfrather Hanspeter Loewen hat sich für das Angebot der Stadtwerke entschieden und berichtet: „Ich habe schon lange mit dem Gedanken gespielt, mir eine Solaranlage auf meinem Dach installieren zu lassen. Dann habe ich von dem Pachtangebot der Stadtwerke Wülfrath gehört und über deren Homepage ein Angebot angefordert.“

Auf der Stadtwerke-Homepage lassen sich die Größe einer möglichen Anlage sowie die monatliche Pacht berechnen. Im nächsten Schritt kann eine Vorortbesichtigung vereinbart werden. „Im Anschluss daran planen und dimensionieren die Stadtwerke eine für den Nutzer passende Solaranlage, bestehend aus hochwertigen Solarmodulen und Wechselrichtern“, versichert Julia Raab, Vertriebsmitarbeiterin der Stadtwerke. „Sagt dem Kunden unser Angebot zu, kümmern wir uns um alles, was anfällt.“

Wie das Pachtmodell funktioniert, erläutert Arne Dorando so: „Die Stadtwerke bleiben für 20 Jahre Eigentümer der Photovoltaikanlage. Der Hausbesitzer ist der Betreiber und Nutzer der Anlage. Für die Dauer der Laufzeit zahlt der Kunde eine monatliche Pacht an die Stadtwerke und die beim Kauf üblichen Investitionskosten entfallen.“

Die Ende Februar bei Hanspeter Loewen errichtete Photovoltaikanlage besteht aus 35 Solarmodulen mit einer Gesamtleistung von 9,97 Kilowatt peak (kWp) und einem Stromspeicher mit einer nutzbaren Kapazität von 5,9 Kilowattstunden (kWh). „Innerhalb von zwei Tagen hat der Fachhandwerkspartner der Stadtwerke die Module aufs Dach gebracht und den Speicher sowie die Wechselrichter installiert“, berichtet Loewen. „Der Service der Stadtwerke war wirklich hervorragend – vom ersten Beratungsgespräch bis hin zur Montage der Anlage.“

Den Vorteil eines Stromspeichers bestätigt Loewen: „Der Speicher sorgt dafür, dass ich meinen selbst erzeugten Solarstrom zeitversetzt nutzen kann. Denn im Normalfall ist die Ausbeute an Solarstrom mittags am höchsten, der Verbrauch aber eher niedrig, weil meist keiner zu Hause ist. Abends hingegen entsteht durch Waschmaschine, Fernseher und Co. ein erhöhter Strombedarf. „Auf meinem Tablet habe ich über ein Online-Portal alles im Blick. Ich kann dort verfolgen, wieviel Strom meine Anlage produziert, wie viel Strom ich verbrauche und wieviel ich ins Netz einspeise. Übrigens hat meine Solaranlage schon mehr als 2000 kWh Strom erzeugt“, so Loewen. AR

sw.wuelfrath.de/photovoltaik

Mehr von Westdeutsche Zeitung