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Velbert: Die Stadtwerke Velbert fahren auf Elektromobilität ab

Velbert : Die Stadtwerke Velbert fahren auf Elektromobilität ab

Berliner Staatssekretär informierte sich am Montag an der Kettwiger Straße über den Ausbau der Ladeinfrastruktur.

Beim Ausbau der Elektromobilität setzen die Stadtwerke Velbert nicht nur auf den Bau neuer Ladestationen, sondern sie brauchen auch die Unterstützung der Bundesnetzagentur, um den wachsenden Bedarf an Ladestrom zu decken. Der Geschäftsführer der Stadtwerke, Stefan Freitag, nutzte die Gelegenheit, sich darüber mit Steffen Bilger auszutauschen. Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur schaute sich am Montag auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Peter Beyer (CDU) die Ladeinfrastruktur des Velberter Unternehmens an.

„Das soll eine Blaupause für andere Firmen sein, die wir gerne bei der Einrichtung unterstützen“, so Freitag. „Auf dem Vorplatz unserer Verwaltung an der Kettwiger Straße zeigen wir, was es ansonsten alles an Lademöglichkeiten gibt. Inzwischen haben wir 18 E-Fahrzeuge. Es geht weiter mit der Elektrifizierung, in zwei Jahren wird es die Hälfte unseres Fuhrparks sein.“ Indirekt sind die Stadtwerke auch am Öffentlichen Nahverkehr in Velbert beteiligt: „Ich denke, da wird Wasserstoff die interessanteste Lösung bei den Bussen sein. In Wuppertal gibt es entsprechende Versuche.“

Aktuell betreiben die Stadtwerke acht Ladesäulen in Velbert, bei den beiden am ­Panoramabad ist das Laden gratis. Nicht nur wegen dieses Angebotes für die Badegäste beklagt Freitag, dass es derzeit keine Stromtankstelle gebe, die schwarze Zahlen schreibt. „Das ist eine Investition in die Zukunft, so ist das bei Eintritt in eine neue Technik, der weitere Ausbau ist geplant.“

Ladeinfrastruktur und Höhe
der Umweltprämie als Faktoren

„Viele warten mit der Anschaffung eines Elektroautos die Umweltprämie ab und wie gut die Ladeinfrastruktur sein wird“, hat der angehende Elektrotechniker Steffen Flick beobachtet, der sich intensiv mit dem Thema beschäftigt und ein entsprechende Ladekonzept für Velbert aufstellt. Die Anschaffung von E-Autos sei ein Thema der Besserverdienenden. „In bestimmten Stadtteilen ist es chic, sich als Zweit- oder Drittwagen einen Stromer zuzulegen“, sagt Stefan Freitag. „Wenn die alle gleichzeitig aufladen, machen wir uns Gedanken um die Versorgungssicherheit. Wir werden nicht nervös, aber wir brauchen Unterstützung durch die Bundesnetzagentur.“

Staatssekretär Bilger lobt die Anstrengungen des lokalen Stromversorgers: „Es gibt zwei große Antriebe für die E-Mobilität: die entsprechenden Autos und die Stadtwerke, um die Nutzung der E-Autos zu fördern. Nur wenn möglichst viele mitmachen, können die Ziele des Klimaschutzkonzeptes erreicht werden.“