Wülfrath: Die SPD ehrt ihre Wülfrather Jubilare

Wülfrath : Die SPD ehrt ihre Wülfrather Jubilare

Die älteste Partei Deutschlands hat auch in Wülfrath zahlreiche Mitglieder.

Traditionell zum Jahresende ehrte die Wülfrather SPD in den Räumen des Awo-Treffs an der Schulstraße am vergangenen Sonntagvormittag ihre diesjährigen Jubilare. Die Ehre der Urkundenüberreichung wurde der Bundestagsabgeordneten und Staatssekretärin Kerstin Griese zuteil, die vor der eigentlichen Ehrung einen Querschnitt der aktuellen Bundes-SPD lieferte. „Ein großer Erfolg ist das durch die SPD eingebrachte Angehörigenentlastungsgesetz“, so Griese, die damit auf die finanzielle Pflegeunterhaltung von Eltern abzielte. „Nur noch Menschen ab einem Jahreseinkommen von 100 000 Euro werden belastet.“

Auch die Verbesserungen für die sozialen Versicherungen von Paketboten schrieb Griese den Sozialdemokraten zu. „Seit 150 Jahren ist die SPD dabei, das Leben der Menschen zu verbessern. Und unsere heutigen Jubilare haben einen großen Teil dazu beigetragen“, führt die Abgeordnete in den offiziellen Teil des Vormittags ein. Für 25 Jahre wurde Jochen Czerwonka geehrt, der schon in einem Arbeiterhaushalt groß wurde und über seinen Schwager – dieser war Vorsitzender der JuSos – in die Partei eintrat. Seit 2010 ist er Ratsmitglied und zudem Schriftführer des Ortsvereins. Die gleiche Ehrung wurde Wolfgang Preuß zuteil, der laut Griese „sicher der beliebteste Kommunalpolitiker in Wülfrath“ ist. Der heutige Ortsvereinsvorsitzender ist zudem stellvertretender Bürgermeister und Ratsmitglied, gehört zu den „zuverlässigsten Wahlkämpfern“ und wurde von Fraktionsvorsitzenden Axel Welp in die Reihen der SPD eingeführt. Beide Jubilare erhielten eine Urkunde und eine silberne Mitgliedsnadel. Einen Einblick in das Eintrittsjahr 1994 lieferte Kerstin Griese auch. „Nelson Mandela wurde befreit, Rudolf Scharping war unser Kanzler­kandidat. 1994 wer ein Bundestagswahljahr.“

Auf mittlerweile vier Jahrzehnte Parteizugehörigkeit können Peter-Josef Müllenborn und Hans-Jürgen Ulbrich zurückblicken. In ihrem Eintrittsjahr fand die erste Klimakonferenz in Genf statt, Helmut Schmidt war Bundeskanzler und mit ihm wurde das europäische Währungssystem in Kraft gesetzt. Für Peter-Josef Müllenborn war Altkanzler Willy Brandt und der eigene Großvater die Gründe, in die Partei einzutreten. Er war Pressesprecher von Rheinkalk und wünscht sich für die SPD künftig eine Verjüngung. Für Hans-Jürgen Ulrich, in seinem Wahlkreis auch „Senator“ genannt, war schnell klar, dass Politik nicht durch Gespräche an der Theke entstehen. Er war viele Jahre stellvertretender Ortsverbandsvorsitzender, ist Ratsmitglied und holte seine Wahlkreise alle direkt.

„1969 – In diesem Jahr flog der erste Mensch zum Mond, der Berliner Fernsehturm wurde eröffnet und die erste ZDF-Hitparade ausgestrahlt“, erinnert sich die Kerstin Griese, die zudem den Bogen zur sozialdemokratischen Geschichte und den 50-jährigen Jubilaren zog. „Willy Brandt war unser erster sozialdemokratischer Kanzler, Gustav Heinemann damals Bundespräsident.“ Und Günther Deitermann sowie Dorothee Schönau traten in die SPD ein. Ersterer war von 1975 bis 1984 Ratsmitglied und engagiert sich heute noch aktiv in der Awo. Und auch Dorothee Schönau gilt als aktive Kämpferin für die Arbeiter, ist vom Elternhaus her schon sozialdemokratisch eingestimmt und wünscht sich für „ihre“ SPD, dass diese in Zukunft wieder näher am Menschen
ist. taba