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Die letzte Fahrt endet für viele Reifen im Wald

Die letzte Fahrt endet für viele Reifen im Wald

Umweltschützer klagen: Die Zahl der illegal entsorgten Pneus steigt im Herbst rapide an.

Neviges. Wieder einmal haben Unbekannte Altreifen in der Natur entsorgt. Am Fettenberger Weg entdeckte WZ-Fotografin Simone Bahrmann jetzt ein regelrechtes Lager: Etwa 30 Pneus waren am Waldrand abgekippt worden — wie zum Hohn direkt neben dem Schild „Naturschutzgebiet“.

Peter Kröger, Leiter des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD), machen solche Umweltfrevel richtig wütend: „Dieser Mülltourismus ist einfach widerlich.“ In den vergangenen Tagen wurden ihm allein in Velbert-Mitte drei Altreifen-Fundstellen gemeldet: „Jetzt beginnt wieder die Reifenwechselsaison“, vermutet Kröger als Grund für die Häufung. Die 30 Reifen auf einen Schlag in Neviges deuteten allerdings auf gewerbliche Bestände hin.

Kröger ist für jeden Hinweis dankbar, der zu den Verursachern führt (Telefon: 02051/26 25 00): „Leider erwischen wir Umweltfrevler viel zu selten, weil sie ihren Unrat meist zu nachtschlafender Zeit und an einsamen Orten abladen.“ Wer erwischt wird, der zahlt Abtransport, Entsorgung und ein saftiges Bußgeld. Das liege in der Regel zwischen 80 und 300 Euro, berichtet Kröger. Bei größeren Mengen, noch dazu aus Gewerbe, oder umweltgefährdenden Stoffen, sei man schnell bei vier oder gar fünfstelligen Beträgen, sagt Kröger, der wilde Kippen möglichst schnell beseitigt sehen will: „Wenn erst mal irgendwo Müll liegt, bekommt er ganz schnell Kinder.“