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Wuppertal/Neviges: Die Kleine Höhe soll Ackerland bleiben

Wuppertal/Neviges : Die Kleine Höhe soll Ackerland bleiben

. „Die Kleine Höhe soll so bleiben wie sie ist“, bringt es Yannick Bartsch auf den Punkt. Der Vorsitzende der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Uellendahl-Katernberg lehnt den Vorschlag der FDP ab, einen Teilbereich des landwirtschaftlichen genutzten Bereichs in ein „Naherholungs- und Naturgebiet Kleine Oase“ zu verwandeln.

Unter anderem denken die Liberalen dabei an eine Abenteuerspielfläche und einen Wassserspielplatz für Kinder, einen Fitness- und Sportparcours, eine Lauf- und Bewegungsstrecke sowie einen Kiosk oder eine Außengastronomie ähnlich dem „Okavango“ im Wuppertaler Zoo.

„Wir halten davon nichts. Wenn da eine Gastronomie hinkommt, folgen bald ganz viele Parkplätze und vielleicht noch anderes mehr“, befürchtet der Sozialdemokrat, der Zustimmung durch die Velberter Genossen erhält. Im Rahmen von „SPD vor Ort“ stellte der Velberter Bürgermeisterkandidat Rainer Hübinger fest, dass das Gewerbegebiet auf der Kleinen Höhe immer noch virulent ist. „Das haben wir immer kritisch gesehen“, so Hübinger, der daran erinnerte, dass durch die ehemalige Stadt Neviges dort ein Gewerbegebiet geplant wurde, dass durch die kommunale Neugliederung 1975 der Stadt Wuppertal zugeschlagen wurde. „Ich halte das Gewerbegebiet für völlig überflüssig. Ich finde es gut, wenn ihr in Wuppertal das Gewerbe aus den weiteren Planungen heraus bekommt. Wir in Velbert haben keine rechtliche Handhabe, aber wir geben gerne unsere moralische Unterstützung.“

Matthias Gohr, SPD-Vertreter im Velberter Rat, erinnerte daran, dass man nicht gegen eine Forensik gewesen sei: „Wir haben den Antrag gestellt, zu prüfen, eine solche Klinik nach Velbert zu holen, aber das Land fand keine geeignete Fläche. Ich hoffe, dass alle in Wuppertal mitbekommen, dass hier ein Grüngürtel ist, der bedeutsam für ganz NRW ist.“

Am Donnerstag möchte die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Uellendahl-Katernberg den langfristigen Erhalt der Kleinen Höhe auf den Weg bringen. Die Verwaltung erhält den Auftrag, den bestehenden Flächennutzungsplan entsprechend zu ändern und die Bebauungspläne 1230 und 1046 aufzuheben. Gleichzeitig soll der Regionalplan geändert werden, weg vom gewerblich-industriellen und allgemeinen Siedlungsbereich hin zum allgemeinen Freiraum und Agrarbereich.

Yannick Bartsch macht klar, dass man auch eine von der Bezirksregierung ins Gespräch gebrachte Wohnbebauung am ­Asbruch ablehnt. Bei der BI Kleine Höhe, die seit vielen Jahren gegen ein mögliches Gewerbegebiet kämpft, findet der Vorstoß der Sozialdemokraten Zustimmung, die Pläne so zu ändern, dass Freiraum und landwirtschaftliche Fläche gesichert werden.

Bei den Bauern, die von der Stadt Wuppertal die Flächen gepachtet haben, erkennt Uwe Teubner von der Bürgerinitiative ein Umdenken in Richtung ökologischem Landbau. „Es gibt bereits Stellen zum Rasten, man könnte sanfte Anlaufpunkte schaffen“, sagte Teubner. Die Planungen der FDP lehnt die Kleine-Höhe-Aktivistin Anna Mahlert rundweg ab und stellte fest: „Ob Forensik oder Freizeitpark – für mich ist das ­gleiche Mist!“