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Wülfrath: Die Energieberatung bringt bares Geld

Wülfrath : Die Energieberatung bringt bares Geld

Wer eine Immobilie besitzt und Fragen zum Energiesparen, zu „Energiefressern“ und Fördermitteln bei Sanierungen hat, wendet sich als Privatpersonen an die Energieberatung der Verbraucherzentrale.

Im Juli vergangenen Jahres sind Daniel Schnober und seine Frau Jennifer Schnober-Hartmann sowie die drei gemeinsamen Kinder in ihr neues Eigenheim in der Ellenbeek eingezogen. „Wir haben das Haus im April gekauft und waren drei Monate später schon drin. Viel Zeit für energetische Umbauten war da nicht“, erinnert sich Eigenheimbesitzer Daniel Schnober. Das aus dem Jahr 1975 stammende Reihenhaus befand sich zu Bezugszeiten zwar nicht mehr im Zustand der 70er Jahre, trotzdem lässt sich die Energieeinsparung noch optimieren. „Wir haben schon seit einiger Zeit überlegt, uns einen Energieberater ins Haus zu holen, der uns diesbezüglich fachmännisch beraten kann“, so Daniel Schrober, der sein Vorhaben am vergangenen Freitag in die Tat umsetzen konnte.

Ein Termin für eine persönliche Beratung war schnell gefunden

Auf der ersten Wülfrather Klimamesse, die vor gut zwei Wochen im Rathaus stattfand, wurde der Wülfrather fündig. „Davon abgesehen, dass die Messe generell sehr viele Informationen zum Klimaschutz vorweisen konnte, haben wir uns sehr darüber gefreut, Kontakt zur Verbraucherzentrale NRW aufzunehmen“, verrät das junge Paar. Ein Termin zur persönlichen Beratung vor Ort war schnell gefunden. Und so fand sich Energieberater und Architekt Thomas Bertram zeitnah in Wülfrath wieder.

Nach einer gut einstündigen Bestandsaufnahme, die Punkte wie Fassadendämmung, Verglasungszustand, Heizungsanlage und Dachzustand behandelte, verschaffte sich Thomas Bertram einen persönlichen Überblick über den Energie-Ist-Zustand. Schnell wird deutlich, Familie Schnober-Hartmann hat schon viel richtig gemacht. „Wir haben beispielsweise neue Fenster zur Gartenseite sowie im Keller und zum Zugang der Küche einbauen lassen“, sagt Daniel Schnober. Auch haben alte Heizkörper im Wohnzimmer Platz für eine moderne Wandheizung gemacht.

„Im Vergleich zu den Vorbesitzern konnten schon allein durch diese Maßnahmen enorme Einsparungen erzielt werden“, weiß Thomas Bertram. Verbrauchte die Vorbesitzer jährlich rund 35 000 Kilowattstunden pro Jahr, wird sich Familie Schnober-Hartmann schätzungsweise bei 17 300 Kilowattstunden jährlich einpendeln. „Erfahrungsgemäß heizen ältere Menschen ihre Räume auch intensiver, als es jüngere Personen machen“, ist sich Thomas Bertram sicher. Durchschnittlich verbraucht die junge Familie 128 Kilowattstunden pro Jahr und Quadratmeter. Optimierungsmöglichkeiten gibt es einige. „Das kommt natürlich auf die möglichen Investitionen an. Es ist möglich, den Verbrauch auf bis zu 40 Kilowattstunden pro Jahr herunterzuschrauben“, so der Fachmann. Attraktiv sind beispielsweise zahlreiche Förderprogramme, die besonders im Zuge von erneuerbaren Energienutzungen greifen. Das Bundesamt für Ausfuhr und Wirtschaft finanziert beispielsweise einen Heizungsumbau mit erneuerbaren Energien mit bis zu 45 Prozent.

Thomas Bertram berät zu drei Schwerpunktthemen, die jeweils rund 90 Minuten Zeit in Anspruch nehmen. „Dabei fokussieren wir uns zum einen auf den Energieverbrauch. Zudem berate ich im Bereich der Photovoltaiknutzung und über Schimmel und Feuchtigkeit in Gebäuden.“ Nach der ausgiebigen Beratung schreibt der Fachmann ein Protokoll mit einem passenden Sanierungsfahrplan. „Dieses Protokoll trifft meist 14 Tage nach der Beratung ein“, versichert Bertram, der mit seinen Beratungen größtenteils positive Erfahrungen gemacht hat. „Die meisten Beratungstermine führen zu abschließenden Sanierungsmaßnahmen.“