Der kurze Draht zu den Chefs

Viele Anregungen für die Bürgermeister — von zu viel Dreck bis zu wenig Licht.

Wülfrath. Ruth und Dieter Fischer sind bestens vorbereitet. „So eine Möglichkeit muss man nutzen. Das ist eine gute Idee“, sagt die Wülfratherin, die mit ihrem Mann gleich eine Liste an Themen mit zum Diek gebracht hat. Dort halten Bürgermeisterin Claudia Panke und ihre Stellvertreter Wolfgang Preuß und Horst Hoenke eine Sprechstunde ab. Und die ist gleich von Beginn an bestens frequentiert.

Hundekot im Grünzug, falsch parkende Autos, fragwürdige Gebäudeerweiterungen, die Vermüllung der Innenstadt kurz nach dem Dreck-weg-Tag — es sind viele Themen, die die Menschen dem Trio präsentieren. Panke und Co. machen sich eifrig Notizen. „Da sind für das ein oder andere Amt direkt Arbeitsaufträge mit verbunden“, sagt Panke mit einem Lächeln.

Wie das Anliegen von Karl-Heinz Kämpf. Er weist darauf hin, dass die Häuser an der Düsseler Straße kurz in der der Einfahrt Görtzheide (Fahrtrichtung Düssel) schlecht ausgeschildert seien. „Wenn’s mal drauf ankommt, findet die niemand. Und beleuchtet ist da auch nichts“, sagt er. Das gelte insbesondere auch für den Radweg. „Da müssten die steilen Zu- und Abfahrten mindestes eine Lampe haben. Das ist im Dunkeln so gefährlich“, meint er. Panke notiert’s.

Bei Wolfgang Preuß lassen sich gleich mehrere Besucher über den Parkplatz Diek zu Marktzeiten aus. „Die Leute stört’s, dass das Abgase direkt am Gemüsestand sind. Die haben Recht. Muss da überhaupt geparkt werden?“, fragt er.

Andreas Kröber möchte auf Teilen der Freifläche vor dem Zeittunnel an schönen Tagen am Wochenende eine Art Strandbar einrichten. „Ist das möglich?“ Panke wird da ganz hellhörig. „Vielleicht wäre noch mehr möglich“, sagt sie — und man will in Kontakt bleiben. Die neue Zeittunnel-Saison naht.

Und da sind auch noch die Fischers. Sie wundern sich, dass die Verkehrszählung in der Fliethe an einem Dienstag durchgeführt wurde. „Es gibt keinen Tag in der Woche, an dem da oben weniger los ist“, sagen sie. Sie befürchten, dass durch weitere Bebauungen in dem Bereich, „Lärm— und Feinstaubbelastung noch mehr steigen“.