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Neviges: Das wünschen sich Nevigeser für das neue Jahr 2020

Neviges : Das wünschen sich Nevigeser für das neue Jahr 2020

Vor allem die Entwicklung der Innenstadt steht bei vielen auf der Agenda. Sie hoffen, dass es 2020 endlich vorangeht.

. „Ich wünsche mir, dass die Zusammenarbeit zwischen Kirchen und Werbegemeinschaft ausgebaut wird“, sagt Jörg Sindt: „Der Anfang mit Eat & Meet war sehr gut.“ Von den Nevigesern wünscht sich der Presbyter der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde weniger Gemecker und mehr Machen, außerdem eine belebtere Innenstadt: „Dazu sollte die Werbegemeinschaft weiter gestärkt werden. Außerdem sollte das Stadtmarketing Neviges auch in Bezug auf das Schloss nicht aus dem Auge verlieren.“

Dass die beschlossenen Maßnahmen zur Innenstadtentwicklung von der Verwaltung endlich umgesetzt werden und Neviges damit nach vorn bringen, hofft Rainer Hübinger für das neue Jahr: „Die Innenstadt kann aber nur durch einen Bewusstseinswandel aller Akteure gerettet werden“, so der Vorsitzende des Bezirksausschusses. So sieht es auch August-Friedrich Tonscheid, Vorsitzender des Bürgervereins Hardenberg-Neviges: „Wir könnten ein ,Mir-san-mir‘-Gefühl wie in Bayern gut gebrauchen.“ Mit dem Zusammenschluss aller Kräfte ließe sich in Neviges einiges mehr erreichen. Auf mehr Leben in der Innenstadt hofft ebenfalls Dominika Barszczak – „nicht nur in Neviges, auch in Velbert“, betont die Sprecherin des Jugendparlamentes. Die 19-jährige Tönisheiderin wünscht sich außerdem mehr Aufmerksamkeit für die Themen, die junge Leute in Velbert bewegen.

Rundum zufrieden ist Konstantin Kunert, der vor drei Monaten von Velbert nach Neviges gezogen ist: „Mit Kindern lässt es sich hier viel besser und entspannter leben.“ Neviges sei zwar ein kleiner Ort: „Aber hier ist alles vertreten, was wir brauchen“, sagt der 21-Jährige, der unter anderem den Bahnanschluss als Standortvorteil hervorhebt.

Wunsch nach mehr Geschäften
in der Nevigeser Innenstadt

„In Neviges zu leben ist ein Privileg“, findet auch Helmut Wulfhorst. Wünsche hat er trotzdem: „Mehr Geschäfte in der Innenstadt mit einem schöneren und breiteren Angebot.“ Zudem setzt er auf eine gute Nachfolge im Vorstand der Werbegemeinschaft Neviges – der Zweite Vorsitzende will wie WGN-Chef Thomas Bellers und Kassierer Andreas Zahrt dieses Jahr die Führung in jüngere Hände geben. Und er hofft sibyllinisch, dass die Nevigeser bei der Kommunalwahl im September „eine weise Entscheidung treffen“.

Ganz zufrieden mit dem Leben in Neviges ist auch Rene Bursch, der als großen Wunsch für 2020 eine bessere Mobilfunkversorgung auf dem Wunschzettel hat: „Wir wohnen mitten in der Stadt, haben aber oft kein Netz“, sagt der 28-Jährige. Ganz konkrete Anliegen hat auch Günter Bodenstein für die nächsten zwölf Monate: „Dass der jüdische Friedhof am Zwingenberger Weg und die Ehrengräber auf den anderen Friedhöfen künftig besser gepflegt werden“, wünscht sich der 79-Jährige, der den Gedenkstein der Kriegstoten am Schloss gern an einem besseren Ort sehen würde. Er vermisst außerdem die Brücke am Schlossteich: „Vielleicht gibt das ja dieses Jahr was.“

Tekla Lukannek, Vorsitzende des Pfarrgemeinderates von Maria, Königin des Friedens, bewegt die ungewisse Lage in Pfarrei und Wallfahrt: „Für unsere Kirchengemeinde wünsche ich mir, dass die Gemeindemitglieder und Pilger die Übergangs-Situation gut aufnehmen, mittragen und mitgestalten. Und sollte eine neue Gemeinschaft im Laufe des Jahres für uns gefunden worden sein, hoffe und freue ich mich auf gegenseitiges Aufeinanderzugehen mit offenen ­Herzen!“

„Mehr Leben im Dorf und wieder Leben Kloster“ antworten Andrea und Jens Schneider unisono auf die Frage nach den Wünschen für 2020. „Ein neuer Gassmann wäre klasse“, ergänzt Jens Schneider. Auf ein menschliches Miteinander, egal aus welchem Land oder Kontinent jemand kommt, setzt Emil Weise im neuen Jahr. Angesichts der Herausforderungen insbesondere nach dem Abschied der Franziskaner rät der stellvertretende Bürgermeister, nach vorn zu schauen: „Gott bleibt uns erhalten, und auch die Wallfahrt wird bleiben. Das sollte uns Mut machen!“