Das Helios-Klinikum ist auf Wachstumskurs

Seit 555 Tagen gehört das Klinikum Niederberg zur Helios-Gruppe. Zeit für eine Bilanz.

Velbert. Seit dem 1. Mai 2015 gehört das Klinikum Niederberg offiziell zur Helios-Kliniken- Gruppe. Seither hat sich am Krankenhaus einiges verändert. Es gibt laut dem Konzern nicht nur mehr Fachabteilungen und ein größeres Leistungsspektrum, sondern auch mehr Personal - sowohl auf ärztlicher als auch auf der pflegerischen Seite. „Wir haben am Standort nicht abgebaut, sondern Personal aufgebaut“, sagt Klinikgeschäftsführer Dr. Niklas Cruse. Aufgrund neuer Fachabteilungen, die sich am Klinikum etabliert haben, seien deutlich mehr Ärzte eingestellt worden. „Anfang 2016 hatte das Klinikum 118 Ärzte. Heute sind es bereits 135 Mediziner. Und wir stellen weiter ein und sind auf der Suche nach hoch qualifizierten Personal“, so Cruse.

Gerade einem privaten Träger gegenüber seien die Menschen oft skeptisch. Umso mehr freut es den Geschäftsführer, dass er den Niederbergern schon innerhalb der ersten zwei Jahre beweisen konnte, dass die Helios Kliniken die richtigen Weichen im Klinikum Niederberg gestellt haben. Sichtbares Signal für diese Aufbauarbeit sind die neuen medizinischen Angebote. Dazu zählen die Gefäß-, Thorax- und Wirbelsäulenchirurgie, sowie eine Psychosomatik und Pneumologie. Dass der richtige Weg beschritten wurde, zeigen aber auch die Patientenzahlen. Im Jahr 2015 haben 19 280 Patienten das Velberter Krankenhaus stationär aufgesucht. „In diesem Jahr rechnen wir mit 20 500. Wir wachsen und das soll auch so bleiben. Deshalb möchte ich das Leistungsspektrum noch weiter ausbauen. Ich würde mir wünschen, auch die Fachbereiche Adipositiaschirurgie und Plastische Chirurgie hier zu etablieren“, so der Klinikgeschäftsführer.

Das Klinikum soll damit auch im Neubau, der im Jahr 2021 stehen soll, für die Zukunft gut gerüstet sein. Aber nicht nur ärztliche Kollegen gehören zum neuen Mitarbeiterkreis, auch in der Pflege wurde nicht abgebaut, sondern aufgestockt. „Anfang vergangenen Jahres zählten wir 423 Mitarbeiter, heute sind wir bei 435 Kolleginnen und Kollegen“, erklärt Pflegedirektor Gerd Bloemertz. Ein Blick in die Stellenangebote zeige, dass auch in der Pflege noch weitere Kräfte gesucht werden, um das Personal aufzustocken. „Wir haben zudem das Konzept geändert und sind effizienter. Wenn durch saisonale Schwankungen weniger Patienten im Klinikum sind, dann legen wir einige Bereiche zusammen. Dadurch konnten bereits Überstunden abgebaut und freie Tage generiert werden“, sagt Bloemertz.

Nur in der Verwaltung hat das Klinikum im vergangenen Jahr Personal abgebaut. „Wir sind nun an eine Region angeschlossen und viele Verwaltungsangelegenheiten werden daher nicht mehr an jeder Klinik gleichermaßen erledigt, sondern gebündelt. So haben wir uns beispielsweise vom hauseigenen Einkauf und der Finanzbuchhaltung getrennt“, erklärt Dr. Cruse. Die Verwaltung sei dadurch schlanker geworden und Doppelstrukturen konnten abgebaut werden. „Besonders stolz bin ich auf die vielen Mitarbeiter, auf die im vergangenen Jahr Veränderungen zugekommen sind. Das ging teilweise sehr schnell, war aber auch effizient“, so Niklas Cruse. „Ich denke, wir sind auf einem guten Weg und wachsen stetig weiter.“ HBA