Das Echo schallt zum 250. Mal

1976 haben die Mitglieder des TuS Neviges die erste Ausgabe des Vereinsheftes verteilt. Inzwischen erscheint es sechsmal im Jahr.

Neviges. Es sind all die vielen kleinen, vermeintlich nebensächlichen Neuigkeiten, die viele Mitglieder eines großen Sportvereins interessieren. Die Nachholspiele im Seniorenfußball, die Ausflüge der Tischtennisabteilung und auch die Zusammensetzung des neuen Jugendvorstands finden in der Regel keinen Niederschlag in der Lokalpresse.

Dieter Scholten über die Anfänge des Union-Echos

Um die Mitglieder des TuS Neviges umfassend über das bunte Vereinsleben zu informieren, hatten im Oktober 1976 Peter Remmling, Wilfried Strüning, und Dieter Scholten das „TuS-Echo“ ins Leben gerufen. Nach der Fusion mit dem FC Tönisheide zum SV Union Velbert wurde daraus das „Union-Echo“, dessen 250. Ausgabe heute feierlich vorgestellt wird. Die Anfänge waren sehr einfach: „Geschrieben haben wir auf einer Schreibmaschine ohne Korrekturtaste, da war Tipp-Ex gefragt“, erinnert sich Dieter Scholten, der sich nach 42 Jahren immer noch liebevoll um die Redaktion des „Echos“ kümmert. Die DIN-A4-Seite wurde kopiert und ihm Wohnzimmer ausgelegt. „Meine Kinder haben die Blätter sortiert und zusammengeheftet“, beschreibt Dieter Scholten den heute kaum noch nachvollziehbaren Aufwand.

Schnell stieg man auf eine elektrische Schreibmaschine um, diesmal mit Korrekturmöglichkeit. Später kam man mit einer Druckerei ins Geschäft, das Sortieren und Heften von Hand hatte ein Ende. „An Fotos war damals überhaupt nicht zu denken, aber die Technik hat sich enorm entwickelt.

Seit geraumer Zeit bringen die Redakteure einen Stick zur Druckerei Engelhardt. Für Dieter Scholten ist die moderne Technik immer noch ein kleines Wunderwerk. Deshalb erhält er bei der Gestaltung der rund 70 Seiten am Computer die Unterstützung durch Friedel Kraus. Die Texte kommen von den Berichterstattern der einzelnen Abteilungen. Der ehrenamtliche Chefredakteur Dieter Scholten, der so manche Stunde Freizeit für das „Echo“ opfert, muss die Mitarbeiter immer mal wieder an die Termintreue erinnern.

Von der ersten Ausgabe an wurde das „Echo“ durch Inserenten unterstützt, erster war Peter Neureiter mit seiner Versicherung, dessen Nachfolger immer noch treuer Unterstützer des Mitteilungsblattes ist. „Unser Dank gilt allen Anzeigenkunden, die es uns ermöglichen, dass Blatt kostenlos abzugeben.“ Das Union-Echo wird von den Machern persönlich an die Inserenten überbracht.

Wichtig ist ihnen, dass die Entscheider im Rathaus über das Neuste aus dem Verein auf dem Laufenden gehalten werden. Mitglieder in der Ferne erhalten das Blatt per Post, daneben liegen Exemplare in Gaststätten aus. „Kommt die Zeitschrift einen Tag später als vorgesehen, wird es an den Verteilstellen schon mal unruhig“, sagt Scholten, der das als ein schönes Zeichen wertet: „In der näheren Umgebung gibt es keine Vereinszeitschrift, die im DIN-A4-Format sechsmal im Jahr erscheint.