Wülfrath: Das Bürgerbüro ist wiedereröffnet

Wülfrath : Das Bürgerbüro ist wiedereröffnet

Gestern wurde das ansprechende Ergebnis der Umbauarbeiten präsentiert. Ein Gewinn für die Bürger und die Mitarbeiter.

. „Das Bürgerbüro ist die Visitenkarte des Rathauses. Hier entsteht der erste Eindruck, wenn Bürger das Rathaus besuchen.“ Bürgermeisterin Claudia Panke zeigte sich gestern bei der Wiedereröffnung sehr zufrieden mit dem Ergebnis der zehnwöchigen Umbauarbeiten. Es seien schöne, helle und geschützte Arbeitsplätze entstanden. Zudem gebe es mehr Diskretion als an der nun abgebauten Theke im Foyer.

Claudia Panke berichtete, dass sie zu Beginn ihrer ersten Amtszeit das Heiligenhauser Bürgerbüro besucht hatte. „Es hat mir sehr gefallen, so etwas wollte ich hier auch haben.“ Das Vorhaben wurde allerdings aus Haushaltsgründen immer wieder verschoben. Deswegen kann die Bürgermeisterin die kleine Verzögerung der Wiedereröffnung wegen einer zu schmal gelieferten Scheibe diesmal verschmerzen.

Die Umbauarbeiten sind allerdings vor allem dem Arbeitsrecht geschuldet. „Wir konnten den Bereich das halbe Jahr nicht nutzen“, erklärte die Bürgermeisterin. Früher saßen die Sachbearbeiter an zugigen Arbeitsplätzen. Auch für die Besucher gab es „kein schönes Warten“, wie es Claudia Panke formulierte. Bei Andrang bildete sich eine Schlange im Foyer, die Eingangstür wurde durch den Bewegungsmelder ständig geöffnet.

Von den vier Arbeitsplätzen
sind zwei durchgehend besetzt

Das neue Bürgerbüro hat vier Arbeitsplätze, von denen zwei immer besetzt sind, wie Leiterin Angelika Reimer berichtete. „Wenn der Andrang groß ist, können wir schnell reagieren und aufstocken.“ Sie unterstützt ihre Kollegen auch selbst im Bürgerbüro. „Das habe ich ja gelernt“, sagte sie mit einem Augenzwinkern. Die hellen Möbel und die großzügigen Platzverhältnisse gefallen ihr. Die großen Fensterfronten unterstreichen das freundliche Ambiente. Es gibt sechs Warteplätze mit genug Raum zum Beispiel für Kinderwagen oder Rollatoren. „Die Arbeitsplätze sind barrierefrei, die Schreibtische höhenverstellbar“, erklärte Ralph Elpers stellvertretender Leiter des Ordnungsamtes. Anlaufpunkt ist der Platz beim Eingang rechts. Dort werden die Besucher weitergeleitet, auch in andere Ämter. „Die wesentliche Aufgabe hier ist es, Auskünfte zu erteilen“, sagte Angelika Reimer. Dies sei noch vor Ausweis- oder Meldeangelegenheiten anzusiedeln.

Der graue Vorhang wird nur geschlossen, wenn die Öffnungszeit zu Ende ist. „Dann arbeiten hier immer wieder noch Mitarbeiter, dies könnte zu Missverständnissen bei den Bürgern führen, dass eben nicht geschlossen ist“, sagte die Bürger­meisterin.

Eine Sache haben die Mitarbeiter des Bürgerbüros noch nicht entschieden: Wo die vielen Formulare am Ende platziert werden, ist noch offen. Wir wollen hier ein paar Wochen abwarten um herauszufinden, wie es optimal ist“, erklärte Angelika Reimer.

In Zeiten, in denen Baumaßnahmen eher teurer als geplant werden, verhält es sich beim Bürgerbüro offenbar anders. Claudia Panke betonte, dass man im Rahmen der im Haushalt vorgesehenen Kosten in Höhe von 85 000 Euro geblieben sei. „Wir haben zwar noch nicht die Abschlussrechnung bekommen, aber das wird schon hinhauen“, ist sich die Bürgermeisterin sicher. Das Mobiliar hat nach ihren Angaben rund 16 500 Euro gekostet. Den Zuschlag für den Umbau hatte das Mettmanner Architekturbüro Kolp bekommen.

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