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Neviges: CDU-Generalsekretär lobt Nevigeser Unternehmen

Neviges : CDU-Generalsekretär lobt Nevigeser Unternehmen

„Wann kam man denn bei Ihnen mal spielen? Sie nennen sich doch `Straka 3D Lasertechnik´ und haben ein große Halle.“ Bärbel Scheffels, Leiterin von Buchhaltung und Personal des Unternehmens Am Rosenhügel, war kurz irritiert, als sie einer Jugendmannschaft der SSVg Velbert eine Trikotspende überreichte und so angesprochen wurde.

„Da hatte tatsächlich einer der Jugendlichen gemeint, es handele sich bei uns um eine Indoor-Spaßanlage, wo man sich mit Laserschwertern bekämpft.“

Tatsächlich sind in dem vor acht Jahren gegründetem Unternehmen Maschinen im Einsatz, die mit Lasertechnik Blech und Stahlteile in höchster Präzision dreidimensional verformen, schneiden, oder schweißen – vom Zimmermannswinkel bis zu Bauteilen für die Auto- und Elektroindustrie, Luft- und Raumfahrt sowie Medizintechnik. Immer wieder kommen Politiker aus Bund und Land vorbei, um sich über die Hightech-Produktion zu informieren. Jetzt führte Geschäftsführer Andreas Scheffels den Generalsekretär der CDU Deutschland, Paul Ziemiak, durch die Produktion.

„Laserschneiden ist die Technololgie der Zukunft, da wollen wir Vorreiter sein und uns in Nischen weiter entwickeln, um ,Made in Germany’ wieder nach vorne zu bringen“, beschreibt der Firmeninhaber seine Intention. Der Parteimanager der CDU, der zuvor Bundesvorsitzender der Jungen Union war, zeigte nicht nur Interesse an der breiten Fertigungspalette, sondern auch an anderen Aspekten des Unternehmens. Mit Kevin Eberhardt sprach er über Aspekte der Gewinnung von qualifizierten Mitarbeitern. „Wir bilden selber aus“, so die Überzeugung des Geschäftsführer von Straka Prototyping.

Der Besuch des Berliner Politikers, der zuvor einen Termin bei der CDU in Düsseldorf hatte, kam durch den Bundestagsabgeordneten und Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung, Peter Beyer, zustande. „Wir hätten gerne mit Herrn Ziemiak eine Veranstaltung für unsere Mitglieder gemacht, aber wegen Corona ist das so ohne weiteres nicht möglich“, bedauerte Karsten Schneider. Der Fraktionsvorsitzende der CDU im Velbert Rat freute sich dennoch, dass der prominente Bundespolitiker einen Betrieb vor Ort aus erster Hand kennenlernte: „So rücken die Probleme unserer mittelständischen Wirtschaft ins Bewusstsein der Bundespolitik.“

Am Ende des Rundganges und vielen Gesprächen zeigte sich Ziemiak beeindruckt: „So eine Firma gehört zur Stütze unseres Gemeinwesens. Solche mittelständischen Unternehmen zahlen die Gewerbesteuern an die Städte und stärken mit den anderen Abgaben die Aufgaben von Bund und Land.“

Auch Dirk Lukrafka, der bei der Kommunalwahl am kommenden Sonntag sein Amt als Bürgermeister verteidigen möchte, war sehr angetan: „Da sage noch mal jemand, in Velbert gäbe es keine innovativen Betriebe.“