Velbert Bunker der Nachtscheinanlage digital erkunden

Velbert. · (HBA) Vieles kann in Zeiten der Corona-Pandemie nicht wie gewohnt durchgeführt werden. Davon betroffen war beispielsweise auch der Tag des offenen Denkmals, der am Sonntag, 13. September, auch in Velbert erstmals digital begangen wurde.

 Der Leitbunker der Nachtscheinanlage auf dem Velberter Rottberg kann besucht werden.

Der Leitbunker der Nachtscheinanlage auf dem Velberter Rottberg kann besucht werden.

Foto: Jürgen Lohbeck/Holger Bräutigam

Aber dabei ließ sich nicht nur – wie berichtet – die frisch sanierte Villa Herminghaus mit ihrer Geschichte und ihrer Zukunft als Heimat des Deutschen Schloss- und Beschlägemuseums in Wort und Film über das Netz erkunden, einen besonderen Stellenwert maß das LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland diesmal auch dem Projekt „Kruppsche Nachtscheinanlage“ auf dem am Rottberg bei.

Neben dem Kloster Heisterbach und der Villa Blankenheim ist die Anlage, die im Zweiten Weltkrieg das Interesse alliierter Bomber-Besatzungen auf sich ziehen sollte, damit die ihre tödliche Fracht auf dieses Scheindorf abwerfen sollten, unter dem Motto ,Erinnern – Krupp’sche Nachtscheinanlage“ eines der drei renommierten und digital besonders hervorgehobenen Projekte des Amtes. „Dazu war vor einigen Wochen eigens ein Fotograf des Amtes am Velberter Rottberg, um den denkmalgeschützten ehemaligen Leitbunker des Velberter Scheindorfes in neuen Fotos zu dokumentieren“, berichtet der Velbetter Jürgen Lohbeck.  Das Ergebnis ist auch nach dem Denkmaltag noch im Internet abzurufen (siehe unteren Link).

Die Ehrenamtler des LVR-Amts für Bodendenkmalpflege hoffen auf bessere Zeiten – und führen bereits jetzt die Besichtigungen und historischen Wanderungen zu dem dem mittlerweile überregional und wissenschaftlich anerkannten Objekt unter Corona-gerechten Bedingungen fort. Anfragen können über das Netz gestellt werden.

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