Bücherei lädt zum Spiele-Abend ein

Am kommenden Freitag können sich Kinder ab zehn Jahre auf 16 Spielbrettern austoben. Bei einem Flohmarkt stehen gebrauchte Spiele zum Verkauf.

Velbert. „Drei Pinguin-Kinder haben keinen Bock mehr auf Schule, sie schwänzen den Unterricht und wollen lieber ein vorzeitiges Mittagessen in Form von Fisch“, beschreibt Anja Bley den Sinn hinter dem Kinderspiel „Icecool“. „Da braucht man schon ein bisschen Geschick, um seinen Mini-Pinguin durch die Schultüre zu schnipsen.“ Die stellvertretende Leiterin der Stadtbücherei Velbert hat noch eine Woche Zeit zum Üben mit dem Kinderspiel des Jahres 2017, dann steigt in der Zentralbibliothek in Velbert der Spiele-Abend unter dem Motto „Spiel mit!“ Die Bibliothekarin, die selber eine leidenschaftliche Spielerin ist, stellt fest: „Nach dem großen Erfolg im März macht das jetzt zur beginnenden dunkeln Jahreszeit besonders Spaß, mit der ganzen Familie zu spielen.“

An allen drei Stadtorten der Velberter Bücherei werden rund 700 Spiele bereit gehalten. Am kommenden Freitag werden 16 davon an 20 Tischen aufgebaut, einige besonders begehrte Spiele gleich mehrfach. Neben dem Kinderspiel des Jahres können weitere, ausgezeichnete und neue Spiele entdeckt werden. „Wir bauen die Spiele auf, die Besucher können sich direkt an den Tisch setzen und loslegen. Spiele-Erklärer sagen was zu tun ist. Es kann auch sein, dass die Kinder ihren Eltern was erklären“, wie es Bücherei-Mitarbeiterin Sarah Redlich im Frühjahr erlebte.

Sarah Redlich, Mitarbeiterin der Stadtbibliothek

Für Kinder wie für Erwachsene ist das „Kneipenquiz“ gedacht. „Ein richtiges Klugscheißerspiel, das sich vor allem in den Kneipen der Studentenstädte großer Beliebtheit erfreut“, wie Sarah Redlich festgestellt hat. Die Spieler müssen neben ihrem Wissen Schnelligkeit beweisen: Eine Runde dauert fünf Minuten. Pro Runde gilt es, fünf Fragen zu beantworten und gegnerische Teams auf dem Spielfeld hinter sich zu lassen. Kooperation und Allgemeinwissen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden sind gefragt, die Quizfragen umfassen viele unterschiedliche Themenbereiche.

Kostprobe gefällig: „Wie viele Zähne hat ein Pferd?“ oder „Wie viele Menschen setzten ihren Fuß schon auf den Mond?“ Die Bibliothekarinnen weisen darauf hin, dass Smartphones natürlich nicht benutzt werden dürfen („Da achten wir drauf“) und dass die Teilnehmer bei diesem Spiel so richtig was lernen können.

Ein anderes, sehr lustiges Spiel heißt „Leo muss zum Frisör“. Doch so einfach ist der Weg nicht durch den Urwald, bis der Coiffeur erreicht wird, denn Leo kennt jede Menge andere Tiere, die mit ihm reden wollen und ihn aufhalten, während seine Mähne immer länger wird. „Man kann als ganze Familie, in Gruppen oder alleine kommen“, lädt Anja Bley mit Mitspielen ein.

Wer zwischendurch etwas essen möchte, wird an einer kleinen Snackbar fündig, außerdem gibt es seit kurzem einen Automaten in der Zentralbibliothek, der sowohl kalte als auch heiße Getränke ausgibt.

Neben den Spiele-Erklärer stehen den Besuchern sechs Bücherei-Mitarbeiter zu Verfügung. Mit dabei ist der Spiele-Erfinder Sven Kübler aus Haan. „Der bringt einige von seinen Spielen mit, die zusammen mit ausrangierten Spielekartons aus unserem Fundus auf einem Spielflohmarkt verkauft werden“, kündigt Sarah Redlich an, die auf einen großen Umsatz hofft: „Die Einnahmen sind für uns gedacht, damit mehr Spiele angeschafft werden können.“