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Baustelle Angermarkt: Bauarbeiter geben noch mal Gas

Baustelle Angermarkt: Bauarbeiter geben noch mal Gas

Ein Rundgang auf der Baustelle Angermarkt: Die Küche für Aldi wird schon angeliefert. Der Discounter öffnet am 18. September. Der Parkplatz ist fertig.

Wülfrath. Mit dem Griff des Spachtels klopft der Handwerker gezielt auf die Klinkerplatte, schiebt sie ein bisschen nach oben. Ein Kollege schaufelt Erde an der Wand, verstreicht sie vorsichtig. An der Fassade des Angermarkts ist in diesen Tagen Feinarbeit gefragt. Im Umfeld schreiten die Straßenarbeiten zügig voran. Am 18. September will der erste Laden im Einkaufszentrum eröffnen.

„Wir sind jetzt absolut im Plan“, betont Projektentwickler Ferdinand Sperber von Investor Focus Real-Estate (München), der den Markt für einen zweistelligen Millionenbetrag an den künftigen Marktbetreiber Family Office aus Rheinland Pfalz verkauft hat.

Bis zu 100 Arbeiter waren zuletzt auf der Baustelle im Einsatz, um die Fertigstellung voran zu treiben. Vor allen Dingen die Geschäftsräume auf der Parkplatz-Ebene wirken nahezu bezugsfertig.

180 Autos können auf dem Parkplatz zwischen Markt und Parkschule abgestellt werden. Die Laternen stehen, erste Beete sind bepflanzt. Vor dem Ladenlokal, in das demnächst Aldi Nord einziehen wird, steht ein Möbelwagen. Packer tragen Kisten und Kartons durch die Geschäftsstür. „Das ist die Küche von Aldi“, sagt einer im Vorbeigehen.

Einige Fenster weiter prangt die erste Werbung an den Scheiben. „Eröffnung 26. September“, ist zu lesen. Die Drogerie Rossmann steht bereit. „Neben Rossmann wollen auch Takko, Ernsting Familiy, der Friseur und die Bäckerei Evertzberg zu diesem Datum öffnen“, kündigt Sperber an — pünktlich zum Kartoffelfest, das am Wochenende 28./29. September Tausende in die Innenstadt locken wird. Aldi wird bereits am 18. September sein Innenstadtgeschäft für die Kunden öffnen.

Über einen Rollsteig sind die erste Etage und das Erdgeschoss verbunden. Der Steig ist fertig montiert und einsatzbereit. Im Moment schützen großen Folien die Technik vor dem Staub der letzten Bautage.

Im Erdgeschoss wimmelt es vor Menschen. Hier wird noch an vielen Ecken gearbeitet. Die Geschäftsfläche des Edeka-Marktes ist hell beleuchtet. Gabelstapler rollen durchs Lokal, Kabel hängen aus Decken und Wänden. „Wir eröffnen zum 1. Oktober“, kündigt Marktbetreiber Markus Moritz an. Bis zu 70 Mitarbeiter, sagt er, werde Edeka in Wülfrath haben — darunter die Beschäftigten des Rewe-Marktes, der im September schließen wird.

In einem Winkel — direkt hinter dem Eingang des Einkaufszentrums gegenüber des Parkplatzes am Diek — steht ein weißer Kunststofftisch mit zwei weißen Campingstühlen; eine stille Ecke. Dort wird die Bäckerei samt Café einziehen. Vor den bodentiefen Scheiben kratzt ein Bagger über den felsigen Grund — die Außenterrasse wird vorbereitet. Ein Bauarbeiter lehnt sich auf seinen Spaten, nippt an einem Thermobecher. Ein passender Ort.