Wülfrath : Baustart für Kita Schulstraße wohl im Mai

Hochbauamtsleiter Martin Groppe berichtete im Jugendhilfeausschuss über den Stand der Kampfmittelsuche.

Die Untersuchung des Baugrunds der geplanten Kita an der Schulstraße nach Kampfstoffen hat bisher zwei metallische Funde ergeben. Das sagte Hochbauamtsleiter Martin Groppe bei der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses im großen Saal des Rathauses. „Von 280 Bohrungen wurde bisher ein Drittel ausgewertet“, so Martin Groppe über den aktuellen Stand der Arbeiten. Bei den zwei Funden geht der Hochbauamtsleiter allerdings „mit großer Wahrscheinlichkeit davon aus, dass es sich nicht um Kampfmittel handelt“. Er vermutet, es werde sich um Reste früherer Bebauung handeln, wie etwa Teile von Trägern oder ähnlichem. Dennoch müssen diese beiden bisher ermittelten Stellen von Mitarbeitern des Kampfmittelräumdienstes freigelegt und genau überprüft werden. Wie lange dies dauert, blieb offen.

Luftaufnahmen der Alliierten ergeben kein Verdachtsgebiet

Martin Groppe bekräftigte noch einmal, dass die Auswertung von Luftbildern der alliierten Streitkräfte aus diesem Bereich keinerlei Hinweise auf Verdachtsgebiete ergeben hätten. Zudem sei diese Untersuchung bei Sondergründungsmaßnahmen Pflicht. Ausschussmitglied und stellvertretender Bürgermeister Andreas Seidler (CDU) hatte den Hochbauamtsleiter gebeten, die Funde genauer zu definieren, damit keine Verunsicherung bei den Bürgern entsteht.

Laut Martin Groppe sollen die Detektierung und die daraus folgenden Maßnahmen so abgeschlossen werden, dass Ende April oder spätestens Anfang Mai mit den Rüttelstopfbohrungen zur Verdichtung des Bodens begonnen werden kann. Das wiederum könne innerhalb von zwei Wochen erledigt sein, wenn das Wetter mitspielt, wie Martin Groppe Mitte Januar berichtete, als der erste Bagger auf dem Gelände rollte. Der Baugrund solle dem Generalunternehme, der Wieko GmbH, in Mai übergeben werden. Dieser sei aber jetzt schon mit den Planungen des Hochbaus befasst.

Der Kostenrahmen beträgt laut Verwaltung 5,2 Millionen Euro für das gesamte Bauvorhaben. Die Summe soll auch Reserven für Unvorhersehbares, wie zum Beispiel die konjunkturelle Entwicklung, beinhalten. Die Außenanlagen sind enthalten. Bei einer Ratssitzung hatte Martin Groppe letztere auf 600 000 Euro taxiert, die Reserven auf 100 000 Euro.

Das Zeitfenster bis zur Eröffnung der fünfzügigen Kita ist immer noch nicht klar. „In diesem Jahr bestimmt nicht“, sagte nicht nur der Ausschussvorsitzende Wolfgang Preuß (SPD). Im vergangenen Jahr hatte der Erste Beigeordnete, Rainer Ritsche, erklärt, dass die Verwaltung keinen Eröffnungstermin mehr nennen wolle. Hintergrund waren mehrere Verschiebungen von zuvor genannten Terminen.