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Banküberfall: Polizei stellt erst den Falschen

Banküberfall: Polizei stellt erst den Falschen

Zeugin glaubte, den Täter am Ostbahnhof erkannt zu haben.

Ratingen Am Dienstagnachmittag hatte ein Unbekannter versucht, die Sparkassen-Hauptstelle an der Düsseldorfer Straße zu überfallen (wir berichteten). Nun wurden die Details bekannt: Nach Zeugenaussagen hatte sich der Mann gegen 15.30 Uhr, mit Kappe und Sonnenbrille getarnt, an einer wartenden Kundin vorbei zum Bankschalter gedrängelt.

Dort legte der Mann einer 43-jährigen Bankangestellten einen Zettel vor, aus dem hervorging, dass es sich um einen Überfall handelt und er Geld haben wollte. Nachdem die Mitarbeiterin ihm mitgeteilt hatte, dass dies nicht so ohne weiteres möglich sei, forderte der Mann mündlich Bargeld. Gleichzeitig versuchte er scheinbar aus einer mitgeführten Jutetasche eine schwarze Pistole zu ziehen. Dann ließ der Mann jedoch plötzlich von seinem Vorhaben ab und verließ fluchtartig die Sparkasse.

Eine Kundin (25), die Zeugin der Tat war, glaubte wenig später, den Mann am Ostbahnhof erkannt zu haben und alarmierte die Polizei. Beamte aus Düsseldorf und von der Bundespolizei nahmen den von ihr benannten Mann (31) in Düsseldorf in der S-Bahn fest. Der 31-Jährige wurde von der Kripo in Ratingen überprüft, dabei stellte sich rasch heraus, dass der sehr kooperative Mann mit dem Banküberfall überhaupt nichts zu tun hatte.

Die Fahndung nach dem Täter dauert immer noch an. Die Sparkasse hat sogar eine Belohnung von 2.000 Euro ausgesetzt für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen.

Die Täterbeschreibung: etwa 30 bis 35 Jahre alt, 1,80 bis 1,85 Meter groß, kurze Haare, helle Kappe, helles Polohemd, Sonnenbrille ("Pilotenbrille"), heller Jutebeutel mit schwarzer Pistole darin, osteuropäischer Akzent, gedrungene Statur. Hinweise an die Polizei unter Telefon 9981-6210.