Velbert-Langenberg : Bankraub: Die Ermittler geben nicht auf

Bis jetzt konnte der Täter des Überfalls am 13. Februar nicht identifiziert werden.

Bei der Suche nach dem mit einer Pistole bewaffneten Mann, der wie berichtet am 13. Februar, gegen 9.10 Uhr, die Filiale der Sparkase Hilden-Ratingen-Velbert am Froweinplatz überfallen hat, geben die Ermittler vom Kommissariat 12 in Mettmann nicht so schnell auf. Trotz zahlreicher Veröffentlichungen in den Medien, die mit richterlichem Beschluss auch Bilder aus den Überwachungskameras der Sparkasse zeigen durften, konnte der Täter bis heute noch nicht identifiziert werden. Das Hinweisaufkommen von Zeugen war bisher sehr gering, obwohl zur Tatzeit unmittelbar neben dem überfallenen Geldinstitut der stets gut besuchte Wochenmarkt stattfand. Die Polizei wendet sich jetzt mit zusätzlichen Angaben und anderem Bildmaterial an die Öffentlichkeit in der Hoffnung, doch noch weitere Hinweise zu erlangen, die zum flüchtigen Räuber führen.

Der vollmaskierte Räuber konnte mit Schein- und Münzgeld in dreistelliger Höhe (in kleiner Sortierung, mehrere Rollen in klassischem Bankpapier gewickelt und teilweise in Folie verschweißt) flüchten. Diese Beute verstaute er in einer Plastiktüte, die auf den Überwachungsfotos zu erkennen ist. Die Tüte von mittlerer Größe kann bislang aber keiner allgemein bekannten Handelskette zugeordnet werden. Es stellen sich dazu folgende Fragen: Wem kommt die Plastiktüte bekannt vor? Wer kennt eine Person, die seit dem Tattag im Besitz von auffallend vielen Euro-Geldmünzen in der Stückelung ein Cent bis zehn Cent war oder ist?

Auffällig am Täter waren die grau- oder weiß-blauen Handschuhe

Der Räuber trug auffällige Handschuhe, die genauso wie die insgesamt getragene Kleidung auf den Überwachungsbildern zu erkennen sind. Wer kennt solche, vom Täter getragenen grau- oder weiß-blauen Strickhandschuhe? Wer kann die Kleidung, gegebenenfalls im Kontext mit der körperlichen Erscheinung und den weiteren Hinweisen zum Räuber, einer bestimmten Person zuordnen? Das örtlich geringe Hinweisaufkommen zum Gesuchten, der Umstand, dass der Räuber scheinbar nicht wusste, dass am Tattag der Wochenmarkt stattfand und die Tatsache, dass der Täter die Gefahr außer Acht ließ, dass sich im Tatortgebäude auch Büros des Polizeibezirksdienstes befinden (was für Außenstehende nicht ohne weiteres zu erkennen ist), führen die Kriminalisten zu der Annahme, dass es sich bei dem Gesuchten um eine ortsfremde Person handelt, die nicht in Langenberg wohnt. Wer hat den Räuber möglicherweise bei der An- oder Abreise von und nach Langenberg gesehen? In Fluchtrichtung befindet sich unter anderem auch der S-Bahnhof Langenberg. Wo außerhalb von Velbert ist eine Person bekannt, auf welche die genannten Merkmale zutreffen?

Nach inzwischen durch Zeugenvernehmungen erhärteten Erkenntnissen war der Räuber nicht nur dunkel-, sondern auffallend schwarzhäutig. Er sprach gutes Deutsch, war etwa 1,90 Meter groß und sehr schlank. Er war bekleidet mit dunklen Schuhen, mittelblauer Jeanshose, hellgrauer Kapuzenjacke (Hoody) – darüber dunkler, wahrscheinlich schwarzer Jacke. Er trug die beschriebenen Handschuhe, war maskiert mit der grauen Kapuze und einem schwarzen Fleece-Tuch, das nur die Augen freiließ. Bewaffnet war er mit einer kleinen, silbergrauen Pistole.

Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 02051/946 61 10 jederzeit entgegen.

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