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Velbert: Ausschüsse stimmen für „Große Feld“

Velbert : Ausschüsse stimmen für „Große Feld“

Das umstrittene Gewerbegebiet hat eine weitere Hürde genommen.

Das umstrittene Gewerbegebiet „Große Feld“ südlich der Langenberger Straße hat eine weitere Hürde genommen: In der gemeinsamen Sitzung von Umwelt- und Planungsausschuss sowie dem Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing wurde jeweils mit elf Ja-Stimmen und vier Gegenstimmen der Bebauungsplan als Satzungsbeschluss auf den Weg in den Rat gebracht.

Zuvor stellte Bauleitplaner Björn Leisner den aktuellen Sachstand dar: „Bei allen Trägern der öffentlichen Belange, darunter die Untere Naturschutzbehörde, konnten wir die Bedenken ausräumen, dem Plan steht nichts entgegen.“ Die öffentliche Beteiligung hatte keine neuen Themen hervorgebracht, auch nicht sie Sichtung von Weiß- und Schwarzstörchen. „Das Plangebiet hat für die keine essentielle Bedeutung als Nahrungshabitat.“

In der Aussprache wies der Fraktionsvorsitzende der CDU, Karsten Schneider, darauf hin, dass man die Interessen aller Velberter im Blick hat und dass dieses Gewerbegebiet dringend gebraucht wird: „Es ist fünf vor zwölf.“ Rainer Hübinger (SPD) hält die Gewerbeflächen für die Umstrukturierung der Industrie für wichtig, angesichts der Bleibelastung der Äcker durch einstigen Bergbau stellt er den Wert der Böden in Frage.

Die Grünen hegen Zweifel am gewünschten Wirtschaftsbesatz

Peter Oentrich (Velbert anders) ist davon überzeugt, dass die Steuerkraft der Kommune nicht durch grünen Wald gestärkt wird. Wolfgang Beckröge (Grüne/Bündnis 90) hält ein Gutachten für sehr fragwürdig: „Hypothesen kann jeder aufstellen.“ Außerdem zweifelt er den gewünschten Wirtschaftsbesatz an. „Sie haben es bisher nicht geschafft, die Wirtschaftsstruktur umzustellen.“ In eine ähnliche Richtung argumentieren die Linken. Die Unabhängigen Velberter Bürger haben sich sehr schwer mit der Zustimmung getan. Sie möchten die Finanzierung der Kommunen verändern: „Die Haupteinnahmequelle ist die Gewerbesteuer, das bedeutet immer mehr Flächenfraß. Hier muss bundesweit ein Umdenken stattfinden“, fordert Marcus Babilon. uba