Wülfrath : Auspendelgrund sind Gesamtschulen

Elternbefragung zu weiterführenden Schulen

. „Die Beteiligung ist recht hoch. Das ist valide genug, um Ableitungen zu treffen.“ Martin Sträßer (CDU), Vorsitzender des Schulausschusses, zeigte sich mit dem Ergebnis der im März beschlossenen Online-Elternbefragung zufrieden. Vom 13. bis 24 April waren 403 Eltern der Schüler aller dritten und vierten Klassen der städtischen Grundschulen sowie der Freien Aktiven Schule zum Thema weiterführende Schule befragt worden. 138 Eltern hatten sich schließlich beteiligt, das entspricht einer Quote von 34 Prozent.

Kinder sollen die Schule eigenständig erreichen können

Jugendhilfeplaner Udo Neumann vom Jugendamt stellte die Ergebnisse bei der Sitzung des Schulausschusses in der Sporthalle an der Goethestraße vor. Bei der Frage, was entscheidend für die Wahl der weiterführenden Schule ist, antworteten demnach 74 Prozent der Befragungsteilnehmer, dass die Kinder die Schule eigenständig erreichen können müssen. 70 Prozent nannten einen wertschätzenden Umgang als Motiv, 66 Prozent eine zeitgemäße digitale Ausstattung. „Die Schule geht gegen Diskriminierung, Mobbing und Gewalt vor“ lag 63 Prozent der Eltern am Herzen, dass die Begabungen und Interessen der Kinder gefördert werden, 58 Prozent.

Johann Jerke, Schulpflegschaftsvorsitzender der Lindenschule, berichtete, dass die Rückmeldequote der Eltern von künftigen Auspendlern sehr hoch gewesen sei. „Wer sich für Wülfrath entschieden hat, hatte offensichtlich weniger Lust, die Zeit für die Befragung zu investieren, als diejenigen, die sich für eine Schule in den Nachbarstädten entschieden haben, so seine Erfahrung. Er hatte – genau wie die Schulpflegschaftsvorsitzenden der anderen Einrichtungen – viel Werbung für die Befragung gemacht.

20 Prozent der befragten Eltern sind noch unentschlossen

Udo Neumann gab zu bedenken, dass sich 55 Prozent für eine weiterführende Schule in Wülfrath entschieden haben, 25 Prozent für eine Schule in einer anderen Stadt. „Wir kämpfen also noch um 20 Prozent der Eltern, die sich noch nicht entschieden haben“, betonte der Jugendhilfeplaner. Er räumte ein, dass der Hauptgrund für das Auspendeln der Wunsch ist, eine Gesamtschule in den umliegenden Städten zu besuchen.

Aus der Rubrik „Möchten Sie uns noch etwas mitteilen? Was ist Ihnen sonst noch wichtig?“ zitierte Udo Neumann eine Mutter einer Drittklässlerin, die beklagte, sie habe überhaupt keine Informationen zu weiterführenden Schulen. Deswegen könne sie auch viele Fragen in dem Bogen nicht beantworten. Der Jugendhilfeplaner sagte, dass diese Mutter kein Einzelfall sei und man überlegen müsse, ob eventuell mehr Informationen notwendig seien. Aber: „In diesem Fall gibt es auch eine Holschuld, die Eltern müssen sich schon um Informationen bemühen.“ Dafür gab es Zustimmung aus dem Schulausschuss.