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Anwohner besorgt: Wird es zu voll am Wimmersberg?

Anwohner besorgt: Wird es zu voll am Wimmersberg?

Ein Investor plant am Meiberger Weg 18 großzügig angelegte Häuser. Jetzt wünschen sich Nachbarn erneut eine zweite Zufahrt zu ihrer Siedlung.

Der Wimmersberg ist vielleicht die Top-Wohnadresse im Tönisheide. Da schlagen Investoren gerne zu. So soll sich die Wiesenfläche im Norden der Kreuzung von Wimmersberger Straße und Meibacher Weg schon bald in einen Wohnkomplex mit 14 Doppel- und vier Einzelhäusern verwandeln. Das wurde den Nevigesern jetzt bei einer Bürgerbeteiligung vorgestellt. Einige Anwohner zeigten Bedenken.

„Der Wimmersberg wird ja so schön zugebaut, wie sieht es denn mit dem zusätzlichen Verkehr aus?“, fragte eine Anwohnerin. Eine andere legte nach: „Mittlerweile hat hier jeder zwei Fahrzeuge. Es wird immer voller.“ Man benötige dringend eine zweite Zufahrt zur Entlastung.

Dass diese Diskussion nicht neu ist, wäre noch untertrieben. Nach WZ-Informationen gab es bereits in den 60er Jahren konkrete Planungen für eine zweite Zufahrt zum Wimmersberg. Eine mögliche Lösung wäre eine Erweiterung der Kantstraße gewesen. Umgesetzt wurde der Wunsch nie, da der Straßenverlauf durch privates Gelände führt. Stadt und Eigentümer wurden sich nie einig.

Egal wie die Straßensituation geklärt wird, die Häuser kommen. Der städtische Bauplaner Tim Edler teilte mit: „Der Vorvertrag ist unterschrieben.“ Die Größe der Grundstücke variiert zwischen 270 und 600 Quadratmetern. Im östlichen Teil des Areals wird mit Bäumen ein Übergang zum angrenzenden Wald als Ausgleichfläche entstehen. Der Meiberger Weg soll im Bereich der neuen Siedlung zum verkehrsberuhigten Bereich umgewandelt werden.

Die Bebauung des Wimmersbergs wird seit Jahren vorangetrieben. 2008 war sogar die Rede von 230 Wohneinheiten, die sukzessive entstehen sollen. Davon blieben die Anwohner bisher verschont.

Die Keimzelle des heutigen Wohngebietes wurde vor 60 Jahren gelegt: Die „Deutsche Bauernsiedlungs-GmbH“ gab 1952 den Startschuss für die Errichtung einer sogenannten Nebenerwerbssiedlung. Auf 80 Morgen Land des ehemaligen Wimmershofs entstanden 38 Ein- und Mehrfamilienhäuser, von denen 33 durch Nebenerwerbslandwirte bezogen wurden.