Altstadt schwingt im Viertelklang

Langenberg steht am 1. September ganz im Zeichen der Musik. Rund 20 Gruppen und Künstler treten auf.

Langenberg. „In den vergangenen Jahren war ,Viertelklang’ sehr erfolgreich, wir freuen uns, wieder eine abwechslungsreiche musikalische Reise durch die Langenberger Altstadt anbieten zu können“, kündigt Reinhard Mickenheim das musikalische Musikfestival im Stadtviertel an. „Das Ganze wird durch das Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördert. Es ist eine Zusammenarbeit der Städte Velbert, Solingen, Remscheid und Wuppertal, deren Viertelklang geht in diesem Jahr in der größeren ,Kulturtrasse’ auf.“

Foto: Janicki

In diesem Jahr findet die beliebte Veranstaltung am 1. September statt. Die Musikfreunde können an diesem Freitagabend ab 19 Uhr bis fast Mitternacht an fünf verschiedenen Spielstätten Musik unterschiedlicher Art genießen. „Es sind immer halbstündige Musikhappen, danach bleibt genug Zeit, um die Spielstätten zu wechseln, man kann dabei flanieren, töttern oder etwas essen gehen“, beschreibt Anja Franzel, die Leiterin der Velberter Theater, den Sinn dahinter. „Ein ganz großer Spaß für die Leute, man stellt sich das Programm selber zusammen.“ Hilfreich dabei ist die Broschüre, die ab heute an den bekannten Stellen ausliegt.

Foto: Chorfreunde

Die Programmübersicht auf der Rückseite zeigt anschaulich, wo und wann welche Musiker auftreten. „Alle Spielorte liegen dicht nebeneinander und sind innerhalb weniger Minuten zu Fuß zu erreichen.“ Neben dem Historischen Bürgerhaus, der Vereinigten Gesellschaft und dem AlldieKunsthaus sind das Restaurant „Am Pütt“ und die katholische Kirche St. Michael neu dazugekommen, wobei selbstverständlich die Orgel ertönt, aber auch zarte Harfenklänge werden das Kirchenschiff erfüllen. „Es ist eine sehr große Bandbreite, von Jazz, über Blues, Klassik bis Salsa.“

Foto: Thiel

Bei der Auswahl der Künstler wurde Anja Franzel durch die Praktikantin Janina Felchner unterstützt. „Da sind nicht alltägliche Auftritte dabei, so wie die des Video-Musik-Theaters Wuppertal oder isländische Lieder.“ „Grundsätzlich haben wir Musiker aus der Region des Bergischen Landes“, stellt Anja Franzel fest, darunter einige Velberter, wie den Harfenisten Otto Thiel, die Chorfreunde Plan B oder den Rock- und Popchor ,Rhythm of the life’“. Ganz besonders freut sich die künstlerische Leiterin der Velberter Theater über den Auftritt der erst 19-jährigen Madita Badura: „Sie kommt von der Starlight Musical Academy hier in Velbert und bringt beim Viertelklang ausschließlich eigene Arrangements zu Gehör.“ Allerdings wird es das Platzkonzert des Dudelsackensembles Velbert/Heiligenhaus, das im Programm aufgeführt ist, nicht geben.

Foto: Schinkel

Wer jetzt Lust auf einen ungewöhnlichen Musikabend bekommen hat, dem rät Anja Franzel, sich am besten jetzt schon Karten zu sichern. „In den vergangenen Jahren waren die 500 Karten schnell weg.“ An der Alten Kirche wird die zentrale Kasse eingerichtet, wo die Eintrittskarten und Vorverkaufsbelege gegen Einlassbändchen getauscht werden. „Sollte es einen Spielort mal zu voll sein, kann man immer noch einen anderen besuchen, da hat es in Vorjahren keine Probleme gegeben.“

Im nächsten Jahr soll „Viertelklang“ in Neviges stattfinden. „Das hängt allerdings auch davon ab, ob das Förderprogramm weiter läuft“, schränkt Anja Franzel ein. Daneben dürften sich die Nevigeser im Jahr 2018 auf den Kultursommer freuen. Und noch ein Ereignis wird im kommenden Jahr den Wallfahrtsort beherrschen: Der Mariendom auf dem Hardenberg wird ein halbes Jahrhundert alt.