Alles vom Kochbuch bis zum Kitschroman

Der Langenberger Büchermarkt zog Leseratten an. Zum ersten Mal dabei: Tonträger.

Alles vom Kochbuch bis zum Kitschroman
Foto: Simone Bahrmann

Langenberg. Die Anziehungskraft des Langenberger Büchermarktes reicht weit über das niederbergische Land hinaus. Daniel Neugebauer kommt aus Oberhausen. „Mein Vater war letztes Jahr schon hier und er war ganz begeistert von dem Angebot. Es ja nicht allzu weit weg, und außerdem ist das ein ganz nettes Städtchen hier“, schwärmte der Ruhrgebietler, dessen Augen über die Bücherrücken schweiften. Er suchte nichts Bestimmtes: „Ich will nur mal gucken, was es alles so gibt.“ Um tiefer in das Thema Buch einzusteigen, kaufte er sich zuerst „Das Buch von den Büchern“.

Eine große Auswahl mit Kinderbüchern und Gesellschaftsspielen bot Karin Wecke aus dem Sauerland an. „Ich bin in vielen Vereinen, habe viele Bekannte und Verwandte, da bekomme ich eine Menge Angebote, die ich zwei bis dreimal im Jahr auf Märkten verkaufe.“ Der Bücherflohmarkt bot für jeden Geschmack etwas, vom Kochbuch über dem Kitschroman bis zum prächtigen Bildband.

Die richtig alten Schinken waren diesmal nicht dabei, die allermeisten Bücher stammten aus dem 20. Jahrhundert. Eine Fundgrube für jeden, der sich für die jüngere Geschichte interessiert. Aufschlussreich war es, den einen oder anderen Buchdeckel aufzuklappen. „Wandle durch die Natur mit offenen Augen, Neujahr 1926“ lautet eine mit Tinte geschriebene Widmung in dem Büchlein mit dem Titel „Du sollst den Werktag heiligen“ von Karl Scheffler.

Zum ersten Mal wurde das Angebot durch Tonträger erweitert. Der Sammler Peter Busch bietet Langspielplatten aus den vergangenen 40 Jahren an, von Rock, Blues, Soul, Country, Punk bis Metall reicht die Auswahl. „Die Nachfrage nach Platten war mit dem Aufkommen der CD rückläufig“, so seine Erfahrung.

„Mittlerweile ist das anders, es werden wieder Platten gepreßt. „Vinyl stirbt nicht aus“, so das Credo des Velberters, der gleich einen Plattenspieler mit Verstärker in die Auslage dazu stellte. „In den achtziger Jahren wurde noch Wert auf Qualität gelegt, da musste höchstens einmal die Nadel ausgewechselt werden.“

Marco Pentel aus Düsseldorf hatte neben Platten eine Menge Compact Discs mitgebracht und bot diese feil: „Die Nachfrage nach CDs geht spürbar zurück“, so seine Feststellung. „Die Leute digitalisieren zunehmend ihre CDs oder hören Musik nur noch über MP 3.“

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