Ärger nach Fehlalarm

Bei Ashland löste gestern die Brandmeldeanlage aus. Nachbarn stören sich an fehlendem Informationsfluss.

Viel Wirbel um nichts. So lässt sich der Feuerwehreinsatz zusammenfassen, der 40 Einsatzkräfte aus Wülfrath und Velbert gestern ins Gewerbegebiet Kocherscheidt führte. Gegen 10.40 Uhr hatte die Brandmeldeanlage von ASK Chemicals (genannt: Ashland) fälschlicherweise ausgelöst.

Doch auch wenn es keine Flammen im Werk an der Dieselstraße gab, der Ärger bei den unmittelbaren Nachbarn Migua Fugensysteme ist nach dem gestrigen Einsatz noch nicht verraucht. Denn: Während der Feuerwehr nach Angaben von AKS—Werksleiter Michael Mack nach Sekunden klar war, dass es keine Gefährdung für die Bevölkerung gibt, schwebten die 60 Mitarbeiter der Firma Migua längere Zeit im Ungewissen über ihre Gesundheit. Betriebsleiter Frank Fieger ärgerte sich in einer Mail an Bürgermeisterin Claudia Panke und die Presse über den Nachbarn: „Man weiß nun wirklich nicht, was man von der Informationspolitik der Firma Ashland halten soll.“ Von dort habe es keine Information gegeben, ob eine gesundheitsgefährdende Situation vorliege.

AKS-Werksleiter Mack beteuert: „Wir als Unternehmen dürfen in so einem Fall gar keine Entwarnung geben.“ Das könne nur der Einsatzleiter der Feuerwehr. Doch auch hier hatte Migua kein Glück. Es habe keine Information von Polizei und Feuerwehr am Einsatzort gegeben. Erst ein Anruf bei der Feuerwehr Wülfrath habe die erlösende Gewissheit gebracht: Fehlalarm.

Michael Mack, Werksleiter

Die WZ konnte ihren Lesern im Internet bereits um 11.30 Uhr nach Nachfrage bei Kreispolizei und Stadt Entwarnung in Sachen Gesundheitsgefährdung geben.

Die Feuerwehr geht davon aus, dass die Hitze in der Produktionshalle den Alarm fälschlicherweise ausgelöst hat. Das konnte Werkleiter Mack noch nicht bestätigen, da die Arbeit der Techniker gestern Nachmittag noch nicht abgeschlossen war. Auch die CO2-Löschanlage löste aus. Verletzt wurde dabei jedoch nach offiziellen Angaben niemand.

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