15 Millionen Euro für modernere Wache und den Betriebshof

15 Millionen Euro für modernere Wache und den Betriebshof

Gemeinsamer Betriebshofneubau mit Mettmann ist kein Thema mehr.

Wülfrath. Die Stadt will die Feuer- und Rettungswache sowie den Betriebshof an der Wilhelmstraße modernisieren. Dafür sind nach neuestem Stand rund 15 Millionen Euro aufzuwenden. Eine Summe, die die Mitglieder des Stadtrates jetzt erst einmal sacken lassen mussten. „Unerfreulicherweise gab es seit der Schätzung durch das Architekturbüro Stark vor zwei Jahren eine Baukostensteigerung. Bei der Wache rechnen wir derzeit mit neun und für den Betriebshof mit sechs Millionen Euro. Genaueres erbringt die Vorentwurfsplanung“, beantwortete Kämmerer Rainer Ritsche die Frage nach den Kosten von Ratsfrau Ilona Küchler (Linke).

Axel Effert (CDU) zum Scheitern des Plans für einen gemeinsamen Betriebshof mit der Stadt Mettmann

Der Plan für den Bau eines gemeinsamen Betriebshofes mit der Nachbarstadt Mettmann ist kein Thema mehr. Die hat Wülfrath inzwischen mitgeteilt, dass das dafür angedachte Gelände am Friedhof Lindenheide aus planungsrechtlichen Gründen nun doch nicht zur Verfügung gestellt werden kann. Und für den in Betracht gezogenen Alternativstandort auf dem „Eismann-Gelände“ sei die Kreisstadt noch nicht einmal in Ankaufsverhandlungen mit dem Eigentümer Südzucker eingetreten.

Mit Blick auf die Arbeitsplatzbedingungen der städtischen Beschäftigten und insbesondere auch der ehrenamtlichen Kräfte der Feuerwehr sei ein weiterer Zeitverzug mit ungewissem Ausgang nicht hinnehmbar, urteilte die Wülfrather Stadtverwaltung. Ein Eindruck, den auch Stephan Mrstik (Grüne) nach einem Ortstermin teilt. Nach dem neuen Sachstand muss das Raumkonzept am bestehenden Standort Wilhelmstraße völlig überarbeitet werden.

„Das ist ein Trauerspiel. Alle reden über interkommunale Zusammenarbeit, Mettmann, Wülfrath und der Kreis und plötzlich entdeckt man, das geht so gar nicht. Von Wülfrath kommen die Initiativen, doch wir laufen immer wieder vor die Wand“, argerte sich CDU-Fraktionsvorsitzender Axel Effert über das Scheitern des Kooperationsvorhabens.

Einstimmig sprach sich der Rat anschließend dafür aus, eine neue Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben.

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