Wülfrath : 1000 Meter rennen beim Ferkellauf

Der Schweinelauf muss zum zweiten Mal virtuell stattfinden und die Kinder der DRK-Kita Farbenfroh haben sich beteiligt.

Der Schweinelauf ist eigentlich das sportliche Großereignis der Kalkstadt. Einmal jährlich ruft der Lions-Club Mettmann/Wülfrath Menschen, die gerne laufen, auf, sich an Christi Himmelfahrt (Vatertag) den Herausforderungen des Distanzlaufs zu stellen. Bereits im Vorjahr musste das Sportevent aufgrund der Pandemie in den virtuellen Raum verschoben werden. Und auch in diesem Jahr heißt es: „Jeder läuft allein. Corona-sicher, natürlich.“

Die Teilnehmerzahlen sind zwar im Zuge dieser „sicheren“ Sportalternative gesunken, froh ist Mitorganisator Dieter Dersch aber trotzdem über jeden angemeldeten Läufer. „Und das sind immerhin mit dem heutigen Tag 333 Personen“, so Dersch, der sich ganz besonders darüber freut, dass alleine 50 Kinder der DRK Kita Farbenfroh an dem sogenannten Ferkellauf – der 1000 Meter Distanzhürde für Kinder – teilgenommen haben.

Die kleinen Nachwuchsläufer gaben am Dienstagmorgen auf dem Bolzplatz des Wülf­rather Gymnasiums ihr Bestes. „Es war gar nicht anstrengend“, sangen die Kinder abschließend im Chor. Die Erzieher, angeleitet von Einrichtungsleiterin Sabina van Ark, präparierten den Platz im Vorfeld mit Flatterband und Platzhütchen.

Sieben Runden ergaben eine Laufstrecke von einem Kilometer. Und so mühelos, wie es den Kindern im Nachhinein erschien, war es wohl während des Laufes doch nicht so ganz. Da motivierten sie sich gegenseitig, da wurde die beste Freundin an der Hand über die Ziellinie gezogen.

Alle gleichzeitig laufen, das war auf Grund der Pandemie nicht möglich. „Die Kinder laufen in ihren festen Kita-Gruppen“, erklärt Sabine van Ark, die die Kinder lieber in Altersgruppen eingeteilt hätte. Letztlich waren es aber die Älteren, die die jüngeren Teilnehmer mit ihrem sportlichen Ehrgeiz motivierten.

Eine Teilnahmeurkunde gab es für alle Kinder. Und auch über eine Medaille durften sich die Mini-Sportler freuen. Gesponsert wurde diese vom Lions-Club, der wiederum Sponsorengelder dafür aufwendete. „Wir haben es auch den Sponsoren zu verdanken, dass in diesem Jahr trotz der schwierigen Situation Geld an Kinder in Not gespendet werden kann. Das ist nicht selbstverständlich“, so Dersch, der nochmal auf den Spendenzweck einging. Der Gesamterlös des Schweinelaufs wird der Organisation Wülfrather Kinder in Not zur Verfügung gestellt, die davon wiederum Mitgliedsbeiträge für Sportvereine finanzieren. „Gewinner sind wir dann alle. Die Kinder, aber auch die Vereine, denen es aktuell ebenfalls nicht gut geht.“

Auch in der DRK Kita wurde für den guten Zweck gesammelt. In jeder Gruppe ließen sich bis zum Aktionstag Sparschweine finden, die von den Eltern freiwillig befüllt werden konnten. „260 Euro sind auf diese Weise zusammengekommen“, konnte Sabine van Ark am Dienstagmittag verkünden. „Das ist unsere Art, Danke zu sagen, denn auch in unserer Einrichtung haben Kinder bereits davon profitiert, dass Kinder in Not Beiträge für Sportvereine finanzieren“, hieß es in der Einladung zur Kita-Lauf­aktion. Da die DRK Kita gleichzeitig noch zertifizierte Bewegungs-Kita ist, spielte der Einrichtung ebenfalls in die Karten.

Bis zum 16. Mai kann man
beim Lauf noch mitmachen

Im Anschluss an den Ferkellauf durfte sich jeder kleine Läufer auf einem Siegerpodest fotografieren lassen. Ein Erinnerungsfoto an den Schweinelauf der wegen Coron etwas anderen Art. Und wer noch Lust hat, an dem diesjährigen Lauf teilzunehmen, der hat noch bis zum 16. Mai die Chance dazu. Noch steht das Anmeldeportal unter folgender Adresse offen: schweinelauf.de

Ein Startgeld gibt es nicht. Dafür freut sich der Club über freiwillige Spenden. Kleiner Anreiz: Ab einem Spendenbeitrag von zwei Euro nehmen die Teilnehmer an einem Losverfahren teil und können eines von insgesamt 50 Schweinelauf-Shirts gewinnen.