Wülfrath: Zunächst nur drei Abrisse

Wülfrath: Zunächst nur drei Abrisse

Städtebau: Die GWG prüft jetzt, ob die anderen Häuser an der Havemannstraße im Bestand saniert werden können.

Wülfrath. Im Februar rücken die Bagger an, es schwingen die Abrissbirnen. Dann will die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft (GWG) mit dem ersten Bauabschnitt Havemannstraße beginnen. "Wir haben endlich den Förderbescheid des Landes erhalten", freut sich Juan-Carlos Pulido, GWG-Geschäftsführer. Im Gespräch mit unserer Redaktion skizziert er das 4,7-Millionen-Euro-Projekt und kündigt an, "dass nicht unbedingt alle GWG-Häuser an der Havemannstraße abgerissen werden müssen".

Ursprünglich war der Umbau des Wohnens an der Havemannstraße in drei Abschnitten angelegt. "Was wir letztendlich wie umsetzen, wird noch geprüft", macht Pulido deutlich, dass ein Umdenken stattgefunden hat. Die lange Zeit des Wartens auf dem Förderbescheid ist genutzt worden, "noch einmal alles auf den Prüfstand zu stellen", so Pulido.

Zwischenzeitlich sei das gesamte Vorhaben gefährdet gewesen. "Es war Freitag der 13. im November, als wir den Hinweis erhielten, dass der positive Landesbescheid ausbleiben werde," erinnert sich Pulido. "Wir waren konsterniert." 14 Tage später sei das aber korrigiert worden. Die GWG hat nun Zugriff auf zinsverbilligte Kredite in der Größenordnung von nahezu drei Millionen Euro.

Drei alte Häuser mit 19Wohneinheiten - an der Ecke zur Schillerstraße - werden fallen. Sie sind bereits seit geraumer Zeit leer gezogen. In sechs bis acht Wochen sollen die Abriss- und Erdaushubarbeiten abgeschlossen sein. In maximal zwölf Monaten sollen dann zwei neue Baukörper mit insgesamt 33 Wohneinheiten entstehen - 28 Sozialwohnungen und fünf frei finanzierte.

Die auf 400 Quadratmetern geplante Wohngemeinschaft für Senioren in einem der Gebäude scheint indes vom Tisch. "Das würde das Vorhaben verteuern. Und darüber hinaus stellt sich die Frage: Was passiert, wenn die WG nicht funktioniert?"

Pulido betont aber, dass sich die GWG von der Idee nicht verabschieden werde. "Wir wollen sie nur an anderer Stellen realisieren." Die Goethestraße und das Bunker-gelände kommen da in Frage.

Inwiefern die übrigen neun GWG-Häuser an der Havemannstraße abgerissen werden oder nicht, sollen weitergehende Prüfungen zeigen. Pulido:

"Wir bekennen uns: Das ist unser Quartier." In den Überlegungen sei, dass im Bestand umgebaut wird, "wenn es denn möglich ist". Das werde zurzeit durchgerechnet. Schließlich soll der Bestand - wenn er denn erhalten bleibt - so modernisiert und saniert werden, dass er marktfähig ist. "Und es müssen Mieten sein, die bezahlt werden können."

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