„Wir werden uns durchkämpfen“

„Wir werden uns durchkämpfen“

Sie sind nur noch zu zweit — und lassen sich nicht unterkriegen. Melanie Wolfram aus dem Wülfrath-Pro-Vorstand sprach mit der WZ über die komplett neue Autoschau, das Kartoffelfest und die nächste Vorstandswahl.

Wülfrath. Nach dem Ausscheiden von Sabrina Reich sind Melanie Wolfram und Karin Schwanbeck im Wülfrath-Pro-Vorstand zum Duo geworden. Wie geht es jetzt weiter? Die WZ sprach mit Luna-Inhaberin Melanie Wolfram über die Stimmungslage bei der Interessengemeinschaft.

Frau Wolfram, ist die Vorstandsarbeit bei Wülfrath Pro zu zweit noch gut zu bewältigen?

Melanie Wolfram: Wir wollen auf jeden Fall wieder ein drittes Mitglied haben. Einen konkreten Anwärter haben wir aber noch nicht.

Hätten Sie sich die Organisationsarbeit so aufwendig vorgestellt?

Wolfram: Nein, es kamen viele zusätzliche Aufgaben auf uns zu, die nicht abzusehen waren.

Zum Beispiel?

Wolfram: Derzeit arbeiten wir an einem neuen Konzept für die Autoschau, das wir Verdi vorlegen können. Dass es sich mit den verkaufsoffenen Sonntagen so entwickelt, war damals noch gar nicht abzusehen.

Worauf dürfen sich die Wülfrather bei der Autoschau am 14. Mai freuen?

Wolfram: Die Veranstaltung wird definitiv anders werden und einen neuen Namen bekommen. Das Motto ist: Wülfrath ist mobil. Gesundheit und Mobilität werden im Mittelpunkt stehen. Für das Fest suchen wir auch noch Teilnehmer, die einen Stand machen oder einfach mithelfen möchten.

Wie läuft’s mit dem Kartoffelfest 2017?

Wolfram: Das läuft gut. Wir haben unser siebenköpfiges Fest-Komitee fast komplett. Es wird sich monatlich treffen, so dass die Last dieses Mal auf mehreren Schultern verteilt sein wird.

Sind auch dabei Neuerungen zu erwarten?

Wolfram: Wir werden die traditionellen Teile beibehalten. Es wird Bühnenprogramm und die bekannten Spiele geben. Da braucht sich keiner Sorgen zu machen. Wir wollen aber auch Erfahrungen aus dem Erntefest mit einfließen lassen. Dabei kamen etwa die Walking-Acts gut an. Das könnte auch etwas fürs Kartoffelfest sein.

Was wird aus dem Erntefest?

Wolfram: Dieses Jahr wird es auf jeden Fall keins geben.

Das war für Sie ja ein turbulenter Start ins neue Amt. Hing das auch mit der Übergabe des alten Vorstandes zusammen?

Wolfram: Ja, das war nicht ganz einfach. Herr Campe hatte uns zwar signalisiert, dass er für alle Fragen offen ist. Nur: Wir kannten die Fragen noch überhaupt nicht. Die kamen dann erst, als wir vor den Problemen standen. Insgesamt gab es leider wenig Übergabe.

Inwiefern hat der alte Vorstand anders gearbeitet?

Wolfram: Christian Campe musste es oft mit wenig Unterstützung schaffen. Aber wir haben unsere eigenen Ansprüche und möchten diesen gerecht werden. Ich glaube, Frauen sind in Organisationsdingen etwas anders strukturiert und machen sich mehr Gedanken.

Unterstützt Sie die Stadt mittlerweile?

Wolfram: Bei der Weihnachtsbeleuchtung hat die Stadt ihr Versprechen gehalten. Auch bei der Erstellung des Konzepts für die Autoschau wurde uns viel Hilfe angeboten.

Wird bei der nächsten Mitgliederversammlung im Februar ein neues Vorstandsmitglied gewählt?

Wolfram: Nein, wir wollen erst einmal jeden darum bitten, dass er sich überlegt, ob er Teil des Vorstandes sein möchte. Das soll nicht so aus der Lamäng heraus passieren.

Die Vorstandssuche war ja in der Vergangenheit nicht immer leicht. Was ist, wenn sich niemand meldet?

Wolfram: Wir sind uns unserer Verantwortung dem Handel gegenüber bewusst und werden uns durchkämpfen.

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