Stadtgarten soll Treffpunkt werden

Stadtgarten soll Treffpunkt werden

Der Bürgerverein Hardenberg-Neviges hat einen Antrag gestellt, damit die Fläche für Veranstaltungen genutzt werden kann.

Neviges. Der Abriss der Stadthalle ist beschlossene Sache, aber der Stadtgarten gegenüber soll zu einem Freiluft-Treffpunkt der Nevigeser Vereine werden. Der Bürgerverein Hardenberg-Neviges hat bei den Technischen Betrieben (TBV) den Antrag gestellt, die innerstädtische Grünfläche für Veranstaltungen herzurichten. „Der Brunnenplatz ist für viele Feste zu klein“, bekam Vorsitzender August-Friedrich Tonscheid immer wieder zu hören. „Vereine und Verbände haben mich schon öfters darauf angesprochen, dass sie nicht wissen, wo sie ihre Sommer- oder Kinderfeste durchführen können.“

Erste Vorbereitungen sind bereits erfolgt. „Wir hatten einen Ortstermin mit den TBV, die sich gut vorstellen können, dass dort was stattfinden kann.“ Der Bürgervereinsvorstand ist sich sicher, die Aufgabe stemmen zu können: „Wir haben zwei Sponsoren, die sich dafür engagieren und wir wollen Manpower vom Bürgerverein stellen. Wir brauchen eine Hütte, in der man Gerätschaften unterbringen kann, wie Bierzeltgarnituren, Tische, Stapelstühle und einen Grill“, so Tonscheid. „Neben der Hütte kommt ein Kasten mit Strom und Wasseranschluss, darüber habe ich mit den Stadtwerken geredet.“

Nevigeser Chöre seien angesprochen worden. Sie finden die Idee gut, dort aufzutreten. Auch Nevigeser Bands sollen sich dort einem größeren Publikum präsentieren. „Eine befestigte Fläche, wo sich die Leute aufstellen können, ist vorhanden, man kann sie nicht sofort erkennen, weil sie zugewachsen ist“, weiß der Bürgervereinschef, der eins klarstellt: „Es findet nichts statt, was die Mittags- und Nachtruhe stört.“

Das Ganze soll langsam anlaufen. „Das muss wachsen, ich könnte mir vorstellen, dass man bei entsprechendem Erfolg sogar irgendwann eine zweite Hütte braucht. Wir wollen den Stadtgarten den Vereinen so günstig wie möglich anbieten, wir wollen nichts daran verdienen, aber Genehmigungsgebühren und eventuell eine Schankerlaubnis werden anfallen.“

Tonscheid glaubt nicht, dass der Stadtgarten eine Konkurrenz zum Schlosspark darstellt. Der Verein der Freunde und Förderer des Hardenberger Schlosses hätte gern, dass rund die Hälfte der ehemaligen Gärtnerei abgerissen wird. „Toiletten und ein Tagungsraum sollen erhalten bleiben, dazu eine Hütte mit Grillmöglichkeit, wo sich die Vereine treffen können, daneben noch eine kleine Kindergartenhütte für die Waldpädagogik“, so Fördervereinsvorsitzender Peter Egen zu den Vorschlägen seines Vereins.

Friedrich August Tonscheid kann sich dunkel daran erinnern, dass im Stadtgarten zu Wahlkampfzeiten hochrangige Politiker der CDU und SPD auftraten, wie zum Beispiel Gerhard Schröder — nicht der Kanzler, sondern sein Namensvetter, der ehemalige CDU-Bundesinnen- und Außenminister sowie Bundestagsabgeordnete für den Kreis Düsseldorf-Mettmann.

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