Panoramaradweg: Zähe Verhandlungen um Kosten

Panoramaradweg: Zähe Verhandlungen um Kosten

Die Stadt ringt mit dem Kreis darum, wer für den Unterhalt des Panoramaradwegs aufkommt.

Wülfrath. Der Rat mit CDU, SPD, WG, Grüne, Linke und FDP hat den Vorschlag der Verwaltung einstimmig beschlossen. Doch in der Sache ist man kein Stück weiter. Noch immer streitet die Stadt Wülfrath mit den anderen Anrainerstädten des Panoramaradwegs und dem Kreis Mettmann um die Kosten für Reinigung und Unterhalt des Touristenmagneten.

Insgesamt 63 000 Euro pro Jahr fallen an, doch das ist der Kalkstadt zu viel. Also wird weiter verhandelt mit Kreis und anderen Städten. Das jedenfalls hat man sicher beschlossen. Das Grummeln in der Politik ist aber mittlerweile kaum noch zu überhören.

Axel C. Welp (SPD) drängte darauf, sich jetzt bald mit den anderen über die Kostenverteilung zu einigen. Zustimmendes Nicken gab’s aus vielen Ecken und Bürgermeisterin Claudia Panke sagte vielsagend: „Wir verhandeln mit allen Beteiligten, aber es ist auch so, dass dies Thema die Gespräche um andere Themen überschatten“.

Fakt ist: Die Diskussion um die Kosten für den Panoramaradweg belasten auch die Gespräche um mehr Geld vom Kreis für beispielsweise den Zeittunnel. Wer an der einen Stelle nur wenig zahlen will, kann an anderer Stelle schlecht mehr Geld für andere Projekte einfordern. Das wissen Panke und die Politik — und hoffen auf eine schnelle Lösung.

Ziel ist es jedenfalls, einen einheitlichen Pflegestandard sowie ein einheitliches Vermarktungskonzept für den Panoramaradweg zu gewährleisten. Die Stadt errechnete, dass die Aufgaben lediglich durch einen Leistungserbringer unwirtschaftlich ist.

Wülfrath will selbst anpacken, anderes soll eine Fremdfirma übernehmen. Für die Abfallbeseitigung, Straßenreinigung, die regelmäßige Kontrolle der Strecke und der Bauwerke sowie Instandhaltungsarbeiten von Mobiliar und Ausstattung fallen etwa 450 bis 500 Personalstunden pro Jahr (27 700 Euro) in der Stadt Wülfrath an. Nach Ablauf der Gewährleistung 2016 wird dann auch noch der Erhalt des Asphalts notwendig sein.

Alle Grünpflege- und Mäharbeiten sollen laut kostengünstigster Berechnung fremd vergeben werden. Auf dem städtischen Baubetriebshof fehlt hierfür das erforderliche Personal und zudem notwendiges Arbeitsgerät. Die Grünpflegearbeiten werden pro Jahr 15 000 Euro kosten. Dazu kommt die Baumkontrolle und -pflege (15 000). Zusätzliche Matrialkosten von jährlich 5000 Euro runden die Rechnung ab.

Das Fazit der Stadt: „Die Prüfung hat gezeigt, dass diese zusätzliche jährliche finanzielle Belastung für die Stadt in der errechneten Höhe nicht tragbar ist.“ Also wird weiterverhandelt. Mit dem Kreis Mettmann und den Städten Heiligenhaus, Haan und Velbert.

Mehr von Westdeutsche Zeitung