Kurzurlaub vor der eigenen Haustür

Kurzurlaub vor der eigenen Haustür

Wer im trüben Herbst von ein bisschen Wellness träumt, muss dazu nicht weit fahren: Angebote gibt es in Wülfrath und der Nachbarschaft.

Wülfrath. Von der Nordseeküste bis zum Bayerischen Wald, von der Eifel bis ins Fichtelgebirge wirbt so mancher Landstrich mit seinen ausgesuchten Wellness-Maßnahmen. Sicher sind sie alle eine Reise wert. Noch sicherer aber ist: Sauna, Sole, Massage und weitere Wohlfühlmaßnahmen lassen sich als Kurzurlaub zwischendurch ganz genauso zu Hause genießen.

In der Wasserwelt in Wülfrath kann in die Welt des Wohlfühlens abgetaucht werden. Dort können nicht nur ruhig und konzentriert Bahnen im Schwimmbecken gezogen werden — wie im Hallenbad am Lavalplatz in Mettmann. In der Wasserwelt wird darüber hinaus nach Herzenslust geschwitzt. Die gute Nachricht für Sauna-Gänger hat sich wohl herumgesprochen: Wer regelmäßig schwitzt, lebt länger. Häufige Besuche im Schwitzkasten reduzieren nämlich das Herzinfarkt-Risiko und stärken außerdem das Immunsystem. Kein Wunder, dass die Sauna in der Wasserwelt gut frequentiert ist. Zum positiven Trend tragen schöne Ideen wie beispielsweise die Einführung des sogenannten Mondscheintarifs bei. Den gibt es an den Saunatagen ab 18.30 Uhr zum Preis von 8 Euro. Der normale Tarif liegt bei zwölf Euro.

Gerne wird Urlaub mit Begriffen wie Action und Sport assoziiert. Dazu üppiges Grün, und das Tropengefühl ist perfekt. Selbst an rauen Herbsttagen wird in solchem Ambiente temporär der Alltag vergessen. Das Neanderbad in Erkrath lockt mit solchen Attributen, zu denen natürlich angenehme Wassertemperaturen gehören. Schönster Bestandteil der Badewelt ist diesbezüglich das Solebecken, ein 80 Quadratmeter weites Bassin mit gemütlichen 34 Grad Celsius Wassertemperatur. Durch Wände vom restlichen Betrieb separiert, sorgen außerdem Massagedüsen für ein Quantum Trost. Kurzum: Goethes „Warum in die Ferne schweifen / wenn das Gute liegt so nah?“ beweist auch in Sachen Kurzurlaub seine Aktualität.

Bei einer Thai-Massage wird duftendes Öl sanft, aber gründlich von geübten Händen in die Haut massiert. Die Wellness-Maßnahme ist eine himmlische Kurzkur für den Körper, auch die Sinne jubilieren. „Das ist ähnlich wie bei einer chinesischen Akupunktur“, erklärt Anirot Nipinij. Er muss es wissen, er leitet das Thai Wellness Center am Lavalplatz in Mettmann. Masseure und Masseurinnen bieten original traditionelle Thaimassage an, die buddhistische Mönche im Kloster Wat Po lehren, machen hier mit Händen und Füßen Druck auf entsprechende Akupressur-Punkte oder arbeiten zur Not auch mal mit ihren Ellenbogen gegen tief sitzende Verspannungen.

In unterschiedlichen Dehnbewegungen, Drucktechniken und Griffarten werden Energielinien und Akupressurpunkte bearbeitet, der Körper gedehnt, gestreckt, gedreht, gewalkt und gelockert. Bei der Anti-Stress-Massage werden Nacken, Schulter und Rücken intensiv bearbeitet. Weitere Wohltuer reichen von der traditionellen Thai-Massage über die besondere Behandlung der Fußsohlen bis hin zu einer königlichen Kräuterkompresse-Anwendung. Fast sphärisch anmutende Hintergrundmusik, üppige Blumendekoration und Raumbedufter sorgen zusätzlich für eine besondere Atmosphäre.

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