Kunstradfahrer siegt bei der Wahl zum Sportler des Jahres

Kunstradfahrer siegt bei der Wahl zum Sportler des Jahres

Tobias Kühndahl, das Herrenteam des Hockeyclubs Velbert und Bernd Feldbusch wurden geehrt.

Neviges. „Die Probleme in unserer Stadt wären größer, wenn die Vereine nicht so aktiv wären.“ Im Rahmen der Sportlerwahl 2016 würdigte Emil Weise das Engagement der Velberter Sportvereine in der Jugendarbeit und der Integration. Beeindruckt zeigte sich der stellvertretende Bürgermeister von den Leistungen des besten Einzelsportlers „Das möchte ich gerne mal sehen“, war sein Wunsch, nachdem Martine Kuhn in ihrer Laudatio den sportlichen Werdegang des Kunstradfahrers Tobias Kühndahl beschrieben hatte. „Der Salto auf dem Fahrrad klappt zu 80 Prozent, den Rest wird Tobias auch noch hinkriegen“, ist sich die Betreuerin des Radsportvereins Velbert sicher.

Sie erinnerte sich, wie Tobias als Vierjähriger mit seiner Schwester in den Verein kam und einen enormen Trainingseifer zeigte: „Er wollte ja Stuntman werden. Blaue Flecke machten ihm nichts aus, im Gegenteil, er genoss es, wenn die Mädchen fragten, wo die denn herkommen.“ Zuletzt holte sich Tobias Kühndahl zwei Titel bei den Landesmeisterschaften. Beim Online-Voting des Stadtsportbundes Velbert (SSB) fielen 351 Stimmen auf den Kunstradler, 315 auf die Ruderin Laura Kampmann, 259 auf die VSG-Leichtathletin Stina Goldau. Bei der Teamwertung stimmten 174 Teilnehmer für die VSG-Basket Damen, 234 für das Kunstrad-Team Kühndahl/Schmidt.

Mit der klaren Mehrheit von 390 Stimmen wurde die erste Mannschaft des Hockeyclubs Velbert als Team des Jahres gekürt. Für Reinhard Schulze Neuhoff, den langjährigen Vorsitzenden des Hockeyclubs, war es eine besondere Ehre, die Laudation zu übernehmen. „Ich komme mir vor wie bei einer Jahreshauptversammlung, nur dass die Spieler besser gekleidet sind.“ Für seine Feststellung „Ihr seid alles Amateuere“ erntete er lautes Lachen. „Ich meine damit nicht die Leistung, sondern es ist ein reines Hobby im Ausgleich zu Beruf, Schule oder Studium. Und es ist eine Velberter Mannschaft, alle haben hier das Hockey-ABC gelernt.“

Für den Ehrenamtler des Jahres hatte sich der Stadtsportbund Gedanken gemacht, wer mit dem Velberter Sportschlüssel ausgezeichnet werden soll. SSB-Schatzmeister Heinrich Fikara erläuterte, warum die Wahl auf Bernd Feldbusch von der Langenberger Sportgemeinschaft (LSG) fiel: „Er hat eine Wahnsinnsarbeit in den Umbau des Vereinsheims gesteckt und ständig hat er neue Ideen, wie sich die Mitgliederzahlen der LSG hochhalten lassen.“ Der Gelobte plauderte über die schönen Seiten des Ehrenamtes: „Man arbeitet mit netten Leuten zusammen.“