Klinikum setzt auf Plastische Chirurgie

Klinikum setzt auf Plastische Chirurgie

Gestern wurde Roman Lisovets am Helios Klinikum Niederberg vorgestellt. Der Schönheitschirurg verfügt über reichlich Erfahrung.

Velbert. „Das Helios Klinikum Niederberg verfügt jetzt über eine Abteilung für Plastische und Ästhetische Chirurgie. „Das ist eine Keimzelle, wir gucken mal, wie sich der Markt entwickelt“, kündigt Geschäftsführer Niklas Cruse bei der Vorstellung des neuen Chefarztes an. „Dr. Lisovets kenne ich schon seit vielen Jahren, der macht einen Super-Job“, lobt der Klinikmanager den „Neuen“, der jetzt das Chefärzte-Cluster am Klinikum Niederberg erweitert.

Niklas Cruse sieht viele Bereiche der Zusammenarbeit der einzelnen Fachabteilungen, von der Geriatrie über die kürzlich eröffnete Klinik für Adipositas über die Gynäkologie bis hin zu Unfallchirurgie. „Durch die Bündelung diagnostischer und therapeutischer Kompetenzen und die konsequente Weiterentwicklung der Disziplinen gewährleisten wir somit eine umfassende Behandlung auf hohem medizinischem Niveau. In den nächsten Wochen werden zu den bereits bestehenden medizinischen Bereichen weitere neue Fachabteilungen etabliert“, beschreibt Cruse die Neuaufstellung des Klinikums Niederberg, das vor rund eineinhalb Jahren von den Städten Velbert und Heiligenhaus an den Gesundheitskonzern Helios veräußert wurde. Dieser verfügt in Deutschland über 111 Akut- und Reha-Kliniken, 89 Medizinische Versorgungszentren, vier Reha-Zentren, 17 Präventionszentren und zwölf Pflegeeinrichtungen.

Niklas Cruse, Geschäftsführer des Helios Klinikums Niederberg, über Roman Lisovets

Roman Lisovets ist leitender Arzt am Zentrum für Ästhetische, Plastische und Handchirurgie in der Helios St. Elisabeth Klinik Oberhausen. „Er wird zunächst an einem Tag in der Woche in Velbert tätig sein, perspektivisch ist das erweiterbar“, blickt der Geschäftsführer in die Zukunft. Der 50-jährige Chefarzt beschäftigt sich nicht nur mit populärer Schönheitschirurgie wie Fettabsaugungen, Bruststraffungen und der Entfernung von Schlupflidern, sondern auch mit Ausschaltung von Knieschmerzen, wenn es nicht möglich ist, ein künstliches Kniegelenk einzusetzen.

Neben der rekonstruktiven und ästhetischen Chirurgie ist die Handchirurgie sein Fachgebiet. Das Geschick des plastischen Chirurgen ist darüber hinaus bei großflächigen Verbrennungen gefragt, ebenso bei Gewebeschäden an wundgelegenen Patienten. „Wir werden unseren neuen Chefarzt bald den niedergelassenen Ärzten vorstellen, besonders die Dermatologen dürften an eine Zusammenarbeit interessiert sein“, weiß Niklas Cruse.

„Mein Studium habe ich an der Bogomolez-Universität Kiew in der Ukraine absolviert und 1992 beendet. In Kiew erfolgte meine Weiterbildung zum Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie. In Kiew, Wien, Düsseldorf und in Schwerte erfolgte meine Ausbildung zum Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie, die ich 2004 abschloss, es folgte die Zusatzbezeichnung Handchirurgie“, beschreibt Roman Lisovets seine Karriere. „Seit 2004 war ich als Oberarzt in Evangelischen Krankenhaus in Schwerte und dann im Marien-Krankenhaus in Schwerte tätig. Im August 2007 lud mich Professor Gulio Ingianni in die von ihm geleitete Klinik nach Wuppertal als Oberarzt ein. Zwei Jahre später habe ich ein Angebot bekommen, eine Fachrichtung für Ästhetische und Plastische Chirurgie in der Helios St. Elisabeth Klinik Oberhausen aufzubauen.“

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