Großeinsatz in Velbert: 43-Jähriger droht mit Waffe

Großeinsatz in Velbert: 43-Jähriger droht mit Waffe

Ein Handwerker zieht in einem Gespräch über Schulden plötzlich eine Pistole und bedroht drei Geschäftspartner, lässt sie dann aber gehen.

Neviges. Großeinsatz der Polizei am Montag am Rosenhügel: An der Bushaltestelle vor dem S-Bahnhof reihen sich wartende Streifenwagen, die Konrad-Adenauer Straße ist teilweise abgesperrt.

Gegen 13.20 Uhr ist die Polizei alarmiert worden, weil ein 43 Jahre alter Mann in einem Mehrfamilienhaus am oberen Ende der Konrad-Adenauer Straße mehrere Personen mit einer Schusswaffe bedrohen soll. Nähere Informationen gibt es zunächst nicht. Weil beispielsweise eine Geiselnahme nicht ausgeschlossen werden kann, werden Polizeikräfte aus dem ganzen Kreis nach Neviges beordert, der Einsatzbereich um das Haus mit der Nummer 50 großräumig abgesperrt.

Wie Polizeisprecher Ulrich Löhe kurz darauf mitteilt, hat sich der 43-Jährige, der in dem Zehnparteienhaus auch sein Firmenbüro betreibt, dort mit drei Geschäftspartnern getroffen. Offenbar ging es um Schulden. Im Laufe des Gesprächs soll der Mann einen Tresor geöffnet, daraus die Waffe hervorgeholt, seine Besucher damit bedroht und nacheinander der Räume verwiesen haben.

Gegen 14.25 Uhr verlässt der 43-Jährige selbst mit seiner 25-jährigen Sekretärin das Haus. Er ist unbewaffnet und leistet keine Gegenwehr, als er von Zivilkräften festgenommen wird. Kurz darauf stellt die Polizei in dem Büro die Waffe sicher - es handelt sich um eine Schreckschusspistole, eine sogenannte PTB-Waffe.

Die junge Frau aus Wuppertal wird mit einem schweren Schock ins Krankenhaus gebracht. Die wartenden Polizeikräfte rücken ab, die Kripo beginnt mit der Spurensicherung und der Vernehmung von Zeugen.

Wie im Laufe des späteren Nachmittags berichtet wird, handelt es sich bei den bedrohten Männern um zwei 26 und 52 Jahre alte Wuppertaler sowie einen 21-jährigen Mann aus Wetter. Was sich genau zwischen ihnen und dem Nevigeser, der ein Handwerksunternehmen betreiben soll, zugetragen hat, bleibt zunächst unklar. Die Vernehmungen und Ermittlungen dauern am Abend noch an.