Gestrüpp soll Radweg weichen

Von Koxhof bis Kocherscheidt könnte auf der alten Bahntrasse ein 7,7 Kilometer langer Radweg entstehen.

Wülfrath. Unter Gestrüpp, Büschen und Unkraut ist eine große Chance versteckt: die Trasse der alten Niederbergbahn, die in Zukunft ein Radweg sein könnte. Heute soll der Rat der Stadt eine entsprechende Resolution verabschieden.

Ein Radweg von Wülfrath nach Heiligenhaus - das ist das Ziel. Mit diesem soll nicht nur eine attraktive Strecke für Zweiradfahrer geschaffen werden. So soll auch die Trasse für den Bahnverkehr gesichert werden, sollte die Circle Line in der Zukunft irgendwann einmal realisiert werden. Noch gestern Abend haben sich Verwaltungsspitze und Vertreter der Fraktionen in der "Großen Verwaltungskonferenz" mit dem Thema befasst. Doch: Zum Nulltarif wird das als "Low-Cost-Radweg" eingestielte Pilotprojekt nicht geben, wie Tiefbauamtsleiter Hans-Peter Pfeiffer im WZ-Gespräch sagte.

Die Eisenbahnstrecke2724 schlängelt sich von Koxhof in Richtung Innenstadt zurück vorbei an Zeittunnel bis hoch nach Kocherscheidt. Immerhin 7,7 Kilometer ist dieser Weg lang. In der Resolution heißt es, dass die vorhandene Trasse schon jetzt zugänglich gemacht werden soll, "um ihre zukünftige Bedeutung im Bewusstsein der Bevölkerung zu bewahren". Die verwilderten Schienenstränge auf Zeit zum Radfahrer-El-Dorado zu machen, bewertet Pfeiffer "als große Chance", die durch die geplante Landesinitiative "Alleenradwege NRW" erst möglich wird. Die Stadt dürfte dann mit einem Zuschuss von 75 Prozent rechnen. "Aber Wülfrath müsste schon 160000 oder 170000 Euro hinzusteuern", rechnet er an Kosten für den Bau der schlichten Fahrbahn vor - für eine Stadt, die in der Haushaltssicherung steckt und in vielen Bereichen Leistungen absenkt, eine stattliche Summe.

Öffentlich: Die Ratssitzung beginnt heute um 17 Uhr im Rathaus. Zu Beginn gibt es eine Einwohnerfragestunde.

Themen: Beschlossen werden soll heute die europaweite Ausschreibung des Rathaus-Areals. Kämmerer Hölterscheidt bringt den Etatentwurf 2008 ein. Die Beteiligungsberichte der GWG und der Stadtwerke werden vorgelegt.

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