CDU: Einstimmig für Seidler

Entgegen seiner Ankündigung tritt der Parteivorsitzende doch zur Wiederwahl an und erhält eine deutliche Rückendeckung von den anwesenden Mitgliedern.

Wülfrath. Ein eindeutiges Votum: Mit 29 von 29 Stimmen hat die Mitgliederversammlung des CDU-Stadtverbandes Andreas Seidler als Vorsitzenden im Amt bestätigt. Dieser hatte zuvor eine positive Bilanz seiner Amtszeit gezogen, aber auch politische Mitbewerber kritisiert — allen voran Ex-Kämmerer Wolfgang Peetz, der sein Ratsmandat nutze, um persönliche Abrechnungen vorzunehmen.

Am Ende sei er einer inneren Stimme gefolgt, erklärte Seidler seinen Sinneswandel, entgegen aller Ankündigungen doch wieder zu kandidieren: „Mach’ das, was dir am meisten Spaß macht. Und das ist die Parteipolitik.“ In der Fraktion will er nun jedoch kürzertreten.

Die CDU in Wülfrath sieht Seidler als Konstante der Lokalpolitik. „Wir halten Wort, auch wenn die Stimmung gegen uns ist.“ Auch die Bürgermeisterin könne sich auf die CDU verlassen, „was man von ihrer Wülfrather Gruppe nicht immer behaupten kann“. Diese versuche mit populistischen Anträgen zu punkten, polarisiere — wie mit den Vorstößen zum Alkoholverbot im Angergarten. „Da wird nicht darauf geachtet, wohin die Menschen dann verdrängt werden. Hauptsache, es ist ruhig vor Peetz’ Haustür“, attackierte Seidler. Es gebe aber auch vernünftige Leute in der WG. „Aber ansonsten gilt: WG ist ,Wolfgangs Gruppe’.“

Der neue Vorstand, kündigte Seidler an, solle nicht nur Kandidaten für die kommende Kommunalwahl 2014 finden. „Er muss auch entscheiden, ob wir mit einem eigenen Bürgermeisterkandidaten antreten.“ Die Partei sei dafür gut aufgestellt. „Wir haben mit der Junge Union die aktivste Nachwuchsgruppe in Wülfrath. Und auch die Senioren Union wird immer stärker.“

Für die anstehenden Wahlkämpfe lege die Partei bereits Geld zurück, wie Schatzmeister Michael Leister sagte. Rücklagen wurden geschaffen — und das bei sinkenden Mitgliederzahlen; 126 Mitglieder hat die CDU in Wülfrath — fünf weniger als im Vorjahr. Leister hätte übrigens, wie er selbst berichtete, als Nachfolger von Seidler an der Parteispitze für den Fall der Fälle zur Verfügung gestanden.

Mehr von Westdeutsche Zeitung