Busbahnhof erst 2015 in Betrieb

Die Bauarbeiten zwischen Nedderstraße und Offers sollen im Herbst beginnen.

Velbert. Mit dem Fahrplanwechsel im Sommer 2015 soll der neue Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) in Velbert-Mitte seinen Betrieb aufnehmen. Davon geht Arnd Sulimma, Fachbereichsleiter der Technischen Betriebe, fest aus. „Wir liegen nach wie vor im Zeitplan“, sagt er. Das Entscheidende: Die Fördermittel sind beantragt und vom Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) positiv beschieden worden. Es fehle nur noch der schriftliche Bescheid.

Ohne Förderung wäre der ZOB für die Stadt kaum zu stemmen, denn es geht um viel Geld: Pro Haltepunkt für Linienbusse am ZOB gibt es 200 000 Euro. Außerdem steuert der VRR für eine dynamische Fahrgastanzeige rund 20 000 Euro pro Anzeigetafel bei. Damit können die Buskunden ständig sehen, wie lange sie auf welchen Bus warten müssen.

Die Tiefbauarbeiten befinden sich derzeit in der Ausführungsplanung, die Aufträge würden bald vergeben, sagt Sulimma.

In der nächsten Verwaltungsratssitzung muss noch die Frage des Wetterschutzes geklärt werden: Es sind verschiedene Überdachungs-Varianten im Spiel — ob für jede einzelne Haltestelle oder für größere Einheiten. Laut Sulimma kommen dabei Systembauteile zum Einsatz, was die Kosten in einem überschaubaren Rahmen hält. Eine komplette Überdachung des ganzen Busbahnhofes werde es aber nicht geben.

Selbst wenn die Arbeiten für den neuen Bahnhof schon etwas früher fertig sein sollten, soll er erst mit dem Fahrplanwechsel im Sommer 2015 in Betrieb genommen werden: Für den ZOB-Betrieb müsse der Fahrplan völlig neu geknüpft werden, damit Bahnhof von möglichst vielen Linien angefahren werden kann, erklärt Sulimma. Auch überregionale Busse sollen dort ihren Start- und Zielpunkt bekommen.

Die Technischen Betriebe gehen von einem Baubeginn im Herbst aus. Dann mus zunächst die Fläche zwischen Nedderstraße und der Straße Am Offers aufgefüllt werden. Mit einem 80 Zentimeter dicken Unterbau aus 3000 Kubikmetern Material wird der Platz auf das Niveau der vorbeiführenden Friedrich-Ebert-Straße gebracht.

An der Ausbauplanung des ZOB hat sich nichts geändert: Vorgesehen ist eine Mittelinsel mit vier Haltepositionen. An den beiden Rändern des Geländes stehen zudem zwei Inseln mit jeweils drei Haltepunkten — allesamt in einer sogenannten Sägezahnaufstellung. Sie ermöglicht ein An- und Abfahren der Haltestellen, selbst wenn davor oder dahinter andere Busse stehen. Und wenn an der Friedrich-Ebert-Straße ein großzügiger Busfahrstreifen realisiert wird, könnten insgesamt zwölf Haltepositionen ausgewiesen werden. Diese werden mit insgesamt 2,4 Millionen Euro gefördert. Eine 13. Position ist möglich.

Damit wäre die Anlage auch für eine mögliche Ausweitung des ÖPNV in der Zukunft gut aufgestellt und könnte auch eine dichtere Taktung oder weitere Buslinien verkraften.

Mehr von Westdeutsche Zeitung