Buch befasst sich mit der „Handballhölle Bezirksliga“

Buch befasst sich mit der „Handballhölle Bezirksliga“

Daniel Duhr hat früher selbst in Neviges zum Ball gegriffen. Jetzt hat er ein Buch über den Amateurhandball geschrieben. Der Verkauf läuft gut.

Neviges. Der früherer Nevigeser Handballer und Redakteur Daniel Duhr hat mit „Handballhölle Bezirksliga“ das erste Buch über Amateurhandball herausgebracht. In seinem Debüt schreibt der Autor, der seine beste aktive Zeit am Waldschlößchen verbrachte, über Handball. „Über schlimmen Handball. Denn sportlich ist das, was sich in den niederen Ligen sams- und sonntäglich abspielt, ein Offenbarungseid. Gleichzeitig ist der Amateurhandball — mit allem, was auf und neben dem Spielfeld passiert, jedoch für viele tausend aktive und passive Handballer das Größte. Für mich ist Amateurhandball Tradition, Wochenendinhalt und Lebenseinstellung“, beschreibt Duhr seine Motivation.

Auf 132 Seiten schreibt der frühere Linksaußen des NTV und heutige Redakteur in der Pressestelle der IST-Hochschule in Düsseldorf über das Besondere des Amateurhandballs. In satten 20 Kapiteln, angefüttert mit beeindruckenden Illustrationen der Essener Grafikdesignerin Denise Nelle, geht es um die Kuriositäten und Absurditäten des unterklassigen Handballs. „Ich charakterisiere jeden Spielertyp. Es gibt ja den Spruch: Torhüter und Linksaußen haben eine Macke. Haben sie auch. Alle anderen aber auch“, sagt Duhr, der seine Mitspieler im Geiste gleichermaßen hart wie liebevoll glossiert. Schon zwei Wochen nach Verkaufsstart hat Duhr rund 1000 Exemplare verkauft — ganz ohne die Hilfe eines Verlags. „Ich habe eine Nische getroffen und offenbar auch nicht ganz am Thema vorbeigeschrieben“, so Duhr.

Mit Weltmeister-Torwart Henning Fritz hat Duhr einen der bekanntesten Handballer überhaupt das Vorwort schreiben lassen. „Das war ein Glücksfall für mich“, gibt Duhr zu damit die eine oder andere Tür einfacher geöffnet bekommen zu haben. Der ehemalige Nationalkeeper lobte das Buch von Duhr im Vorwort in den höchsten Tönen.

Tatsächlich findet jeder, der mit dieser Sportart etwas zu tun hatte, beim genauen durchlesen Parallelen zum Sportleralltag und erwischt sich beim Schmunzeln. „Handballhölle Bezirksliga: Siebte Liga — Erste Sahne“ ist eine als grobes Foulspiel getarnte Liebeserklärung an den Amateurhandball, die es auch online bei Amazon gibt. Schnell wurde die Lektüre in der Kategorie Handball einsortiert und ist auf Bestellung in jeder Buchhandlung zu kaufen. Auch in Neviges, also da, wo Daniel Duhr, der auch für die WZ tätig war, einst den Höhepunkt seiner tiefklassigen Handballerkarriere feierte.

handballhoelle-bezirksliga.de

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