Blauer See: Wieder Schabernack mit Pippi

Blauer See: Wieder Schabernack mit Pippi

Die freche Göre mit den roten Haaren war schon 2007 zu Besuch an der Naturbühne. In diesem Sommer will das Theaterconcept an den Erfolg von damals mit dem Stück „Pippi im Taka-Tuka Land“ anknüpfen.

Ratingen. Die freche Göre grinst schon und freut sich tierisch auf die Streiche, die sie in diesem Sommer wieder am Blauen See spielen darf. Doch bisher lacht Pippi Langstrumpf nur von einem riesigen Plakat den Betrachter an. Denn bis das stärkste Mädchen der Welt auftreten darf, dauert es noch ein Weilchen - Premiere von "Pippi im Taka-Tuka-Land ist am 31. Mai.

Mit dem Stück inszeniert das Theaterconcept aus Witten zum zweiten Mal ein Pippi-Langstrumpf-Stück. Das erste Mal begeisterte Pippilotta im Sommer 2007 tausende von Besuchern an der Naturbühne. Im vergangenen Jahr war es dann die Geschichte vom Räuber Hotzenplotz, die Jung und Alt Spaß machte. "Doch jetzt soll Pippi wieder ihren großen Auftritt hier am Blauen See haben, weil die erste Inszenierung doch sehr erfolgreich war", sagt Regisseur Ralph Reiniger.

Wie viele Besucher genau da waren, möchte er nicht sagen. "Nur so viel: Wir hatten 40 Aufführungen, die Bühne hat 1250 Plätze und die waren fast immer ausverkauft."

Auf so einen Besucheransturm hofft er und sein rund 20-köpfiges Team von Theaterconcept auch in diesem Jahr. Und Reiniger baut auf das, was die Geschichte um den frechen Rotschopf auch schon beim ersten Mal so reizvoll und amüsant gemacht hat: Komik, Streiche, Verfolgungsjagden - und das alles unter Palmen. "Am Blauen See werden wir zwar keine echten pflanzen könne, aber die Naturbühne wird an die Karibik erinnern", verspricht Reiniger.

Die Proben haben noch nicht begonnen. Es bislang ist die Hauptrolle nicht besetzt: Pippi muss erst noch gecastet werden. Das geschieht am 12. und 13. März im Jugendzentrum Lux an der Turmstraße. "Beworben haben sich rund 300 Schauspielerinen aus Deutschland, Schweiz und Österreiche, aber wir werden nur rund 100 zum Casting einladen", sagt Reiniger. Neben einer professionellen Schauspielausbildung muss die Pippi dieses Jahr auch perfekt reiten können und noch mehr: "Höhepunkte der diesjährigen Inszenierungen sollen nämlich diverse Kunststücke sein, die Pippi auf dem Pferd macht." Und das lasse die Bewerberinnenzahl schon einmal schrumpfen.

"Mal ganz abgesehen von den zahlreichen Bewerbungen, die auch von 50-jährigen Hausfrauen gekommen sind, die keine Chance auf die Rolle haben", sagt Reiniger. Die Damen hätten zwar einen hohen Idealismus und argumentieren, sie seien die Richtige für die Rolle, weil sie schon als kleine Mädchen immer die Pippi sein wollten. "Das ist schön, aber wir wollen den Ratingern doch wirklich professionelles Theater bieten."

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