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SG Langenfeld siegt in der Regionalliga 3:0 gegen Grün-Weiß Paderborn

Volleyball : Die SGL geht zufrieden in die Pause

Beim klaren 3:0 bei Grün-Weiß Paderborn zeigten die Regionalliga-Volleyballerinnen wieder eine stärkere Präsenz.

Die Chancen auf einen Auswärtssieg hätten deutlich besser stehen können. So zeigten die Regionalliga-Volleyballerinnen der SG Langenfeld zuletzt in Geldern (2:3) eine schwache Vorstellung, in der sie die nötige Durchschlagskraft vermissen ließen. Aus beruflichen und gesundheitlichen Gründen war die Trainingsbeteiligung mit neun Spielerinnen in der vergangenen Woche darüber hinaus sehr mager, sodass die SGL nur bedingt an ihrer Form arbeiten konnte. Dennoch waren die Langenfelderinnen am Spieltag präsent – und setzten sich beim SC Grün-Weiß Paderborn klar mit 3:0 (25:17, 25:15, 25:17) durch.

Der erfahrene SGL-Trainer Michael Wernitz hatte das Team in den vergangenen Wochen aufgrund seiner bisweilen mangelhaften Einstellung scharf kritisiert, doch jetzt wurde er vorerst beruhigt. „Ich gebe zu, dass es mir nach der letzten Niederlage schwer fällt, den Mädels ein Kompliment zu machen. Wir haben unsere Sache aber insgesamt sehr gut gemacht und auch in der Höhe verdient gewonnen. Paderborn war schlecht drauf, und anscheinend liegt uns auch der Gegner“, stellte Wernitz fest, dessen Mannschaft schon das Hinspiel mit 3:1 für sich entschieden hatte.

Zuspielerin Carina Zandt sagte wegen Kreislaufproblemen ab

Kurz vor dem Duell mussten die Langenfelderinnen einen herben Rückschlag verkraften, denn die so wichtige Zuspielerin Carina Zandt (21) musste aufgrund von Kreislaufproblemen absagen. Zuletzt baute Zandt das SGL-Spiel mit viel Präzision auf, obgleich sie ebenfalls unter der schwachen Annahme litt. Stattdessen wurde sie durch das 18-jährige Talent Lara Sanders vertreten, das zuletzt nur wenige Einsatzzeiten hatte und sich deshalb parallel in der Jugend-Mannschaft des VC Essen-Borbeck fit hält. „Ich habe eine deutliche Ansage an die Damen gemacht, damit sie zusammenhalten und Lara so gut wie möglich unterstützen“, betonte Wernitz.

Tatsächlich wusste die gesamte Mannschaft zu überzeugen, denn sie agierte diesmal hochkonzentriert. Im ersten Satz trat Sanders gleich in den Vordergrund, weil sie mit einer Aufschlagserie die 5:0-Führung erarbeitete. Die SC-Spielerinnen Johanna Naumann und Christina Kunst hatten erhebliche Schwierigkeiten in der Verteidigung. Weil Sanders zudem die Bälle sehr gut verteilte und die Gäste im Block sorgfältig agierten, konnten sie sich klar durchsetzen – 9:4, 23:15, 25:17. Wernitz war gleich sehr optimistisch: „Paderborn hat uns wenig Mühe bereitet, weil der Gegner im Aufbau nicht richtig zurecht kam.“ Tatsächlich konnten die Langenfelderinnen den Schwung mit in den zweiten Durchgang nehmen, in dem sie sich nicht zuletzt auf die Aufschläge der Mittelblockerin Silke Althaus verlassen konnten (9:5, 16:11).

Vivian Tänzler punktete
durch taktische Schläge

„Ich bin froh, dass das Team endlich mal die taktischen Anweisungen von Mark Nahrstedt und mir umgesetzt hat. Die Spielerinnen haben gemerkt, dass wir ihnen helfen können“, sagte Wernitz, der seinen Co-Trainer mit in diese Aussage einschloss. Durch gute Angriffe über Sarah Brust und Diana Kiss sowie taktische Schläge von Vivian Tänzler setzte sich die SGL mit 25:15 durch.

Auch im dritten Abschnitt stabilisierten Jil Molitor und Althaus deutlich den Block, doch die Paderbornerinnen konnten einige Unsicherheiten der SGL trotzdem ausnutzen (6:2, 13:12). Letztlich stabilisierten die Gäste ihre Annahme und ließen sich das 25:17 nicht mehr nehmen. Auffallend: Weil die Langenfelderinnen prächtig harmonierten, verzichteten Wernitz und sein Co-Trainer Nahrstedt auf Wechsel. „Niemand hat sich aufgeregt oder die Stimmung gestört, weil der Sieg an oberster Stelle stand“, erklärte Wernitz, dessen Team mit 22 Punkten den vierten Platz belegt.

Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung hob der Trainer den Auftritt von Sanders hervor, die auch vom SC-Coach Vlatko Joveski zur wichtigsten Spielerin gewählt wurde. „Lara hat perfekt gespielt“, lobte Wernitz. „Sie war vom Anfang bis zum Ende mit sehr viel Energie für die Mannschaft da, auch wenn sie die Konzentration nicht vollständig aufrechterhalten konnte. Carina Zandt hat Lara für ihren wichtigen Auftritt einige Tipps gegeben, die sie toll umsetzen konnte.“ Mit Zufriedenheit gehen die Langenfelderinnen als Tabellenvierter mit einem Punkt Rückstand auf den Zweiten TuS Herten in die Winterpause, bevor sie am 12. Januar (15 Uhr) den VV Humann Essen empfangen.